Das Tagesbild

21.04.2009
Rettungsstaffel


Der ADAC Rettungshubschrauber landet auf dem Deich, wo der Krankenwagen mit dem Verletzten bereits wartet.

(hp) Wer in der Stadt oder auf dem flachen Land wohnt kennt die Situation vielleicht sogar aus eigener Erfahrung. Ein Unfall passiert, über den Notruf werden die Rettungskräfte alarmiert und dann vergeht doch noch so einiges an Zeit, bis der Notarzt oder das Rettungsfahrzeug dann vor Ort ist.
Auch im Rettungswesen zeigt sich unser Eiland als "Insel der kurzen Wege" im Vorteil. Schon nach wenigen Minuten ist für das Rettungsfahrzeug (fast) jeder Punkt auf der Insel zu erreichen und unser Insel(not)arzt Dr. Kortenhorn ist zur Erstversorgung schnell vor Ort. Ist es notwendig den Patienten ins Krankenhaus zu bringen, ist der Rettungshubschrauber des ADAC, wie hier auf dem Westdeich vor dem Westturm, schon wenige Minuten nach der Anforderung im Anflug auf die Insel und erreicht bereits nach zehn minütigem Flug die Krankenhäuser in Wilhelmshaven oder Sande.

Kein Vergleich mit der Rettungsstaffel früherer Jahre. Noch bis Anfang der Sechziger Jahre wurden die Patienten, sogar aus dem Westen oder dem damals noch bewohnten Ostende der Insel, zu Fuß mit einer Handkarre abgeholt, auf die ein Tranportkorb geschnallt war. Nach gut einstündigem An- und Abmarsch ging es dann am Bahnhof zum "Verladen" in den Gepäckwagen des fahrplanmäßigen Zuges zum Westanleger. Dort wurde die Trage mit dem Patienten dann vor den Kofferregalen im Eingangsbereich des Schiffes abgestellt (damals durften die Reisenden ihr Gepäck noch selbst an Bord schleppen). Nach der einstündigen "Seefahrt" nahm dann in Harlesiel ein Krankenwagen den Patienten an Bord und es ging mehr oder weniger schnell in Richtung Krankenhaus nach Sande oder Wilhelmshaven.

Es wünscht sich auch heute gewiss niemand einen Herzinfarkt, aber damals war man wirklich froh, wenn man sich nur den Arm oder das Bein gebrochen hatte. Mit Glück war das schon wieder geheilt, wenn man dann schließlich im Krankenhaus angekommen war. So erzählten es zumindest die Alten.




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