06.04.2009
Ministerlicher Inselrundgang

Mitglieder des Insel-Gemeinderats, Curt Hanken (2.v.links) und Bürgermeister Holger Kohls (4.v.links) begleiten den Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (3.v.links) auf seinem "Inselrundgang"
(hp) Zitat aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 7.4.2009, Umweltminister durchschlägt Knoten, Hans-Heinrich Sander will Wangeroogern helfen, die brennenden Probleme zu lösen: Bis zum 30. Mai sollen Nationalpark-Verwaltung, Untere Naturschutzbehörde und Gemeinde einen Kompromiss erarbeiten und feststellen, unter welchen Bedingungen ein Golfplatz machbar ist. Vorausgesetzt sei natürlich, dass Rat und Bürgerschaft hinter dem Projekt stehen, betonte Sander. Er könne sich durchaus vorstellen, dass der im Bereich des Flugplatzes geplante Golfplatz das Gelände durchaus aufwertet. Und es gäbe sicher Möglichkeiten, auf dem Golfplatz eventuell brütende Vögel zu schützen, indem solche Bereiche dann zeitweilig nicht bespielt werden. Zitat Ende.
Da wirft sich dem geneigten Leser doch die Frage auf: Wird es für die Ermittlung des Bürgerwillens wieder einen Bürgerentscheid in der Frage „Golfplatz auf Wangerooge“ geben oder werden sich Rat und Verwaltung, wenn überhaupt, diesmal mit einer Bürgerfragestunde begnügen um zu ermitteln, ob die Bürgerschaft hinter dem Projekt steht? Ein erneutes „Nein“ beim Bürgerentscheid könnte die Sache „Golfplatz“ dann allerdings wirklich ziemlich verkomplizieren.
Aber wegen des Golfplatzes war Hans-Heinrich Sander eigentlich gar nicht auf die Insel gekommen, das war nur ein begehrliches Nebenprodukt der den Minister begleitenden Insel-Delegation. Hauptsächlich ging es um die Vertiefung des Fahrwassers. Bereits 30 cm. Vertiefung brächten für den Fährbetrieb ein erweitertes Zeitfenster von ca. 3 Stunden. Das ließ sich Sander vom Niederlassungsleiter der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge ausführlich erläutern.
Bei der Besichtigung der sanierungsbedürftigen Befestigungsanlage „Harle Hörn“, zwischen Westturm und Westanleger kam es dem Minister dann in den Sinn. Für die eine Million Euro, die das Ministerium für die Befestigung der Schutzdünen zur Verfügung stellt, könne doch Sand aus der Hafeneinfahrt entnommen und an den Dünen aufgespült werden. So würden doch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Da sage noch einer so ein Ministerbesuch bringe keine innovativen Ergebnisse.