20.02.2008
Pressemitteilung
Presseinfo 03/08 Die Grünen Wangerooger
Am Montag hatten Die Grünen Wangerooger Besuch vom Festland. Gustav Zielke (Mitglied für die Bündnis 90/Die Grünen in der Kreistagsfraktion Friesland) aus Jever, der Fraktionsvorsitzender der Friesland Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag, Uwe Burgenger aus Schortens und Werner Biehl der ehemalige stellvertretende grüne Bürgermeister aus Wilhelmshaven waren auf die Insel gekommen um mit den Grünen Wangeroogern im Kreativ Café der Insel in der Robbenstraße folgende Themen zu besprechen:
- Golfplatz auf Wangerooge - Planung am Ende!?
Die Grünen Wangerooger um ihr Ratsmitglied Peter Kuchenbuch begrüßen den Vorschlag vom Bauausschussvorsitzenden Jürgen Wiebach (CDU) im Falle des Scheiterns des Golfplatzes, aus eben diesen Flächen im Ostinnengroden der Insel, Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen auf der Insel zu machen. „Nach unseren Informationen sind diese Planungen unlängst gescheitert. Warum also weiter Geld ausgeben, das der Bürger wieder bezahlen muss, obwohl uns doch hinsichtlich der Kostenübernahme einmal etwas ganz anderes versprochen wurde“, so Kuchenbuch vor der Versammlung.
„Der Ausschussvorsitzende Wiebach irrt nämlich, wenn er glaubt die Planung für den Golfplatz weiter vorantreiben zu können, um dann am Ende, wenn aus dem Golfplatz nichts wird, diese Flächen als Ausgleichsflächen anerkannt zu bekommen“, so Kuchenbuch. Nach Informationen, die den Grünen Wangeroogern dazu vorliegen, müsste dazu die bisherige Planung eines Golfplatzes aufgehoben und eine separate Flächennutzungsplanänderung, um dann eben genau diese Ausgleichsflächen möglich zu machen, in Auftrag gegeben werden!
Um Klarheit in diese verworrene Sache zu bekommen werden Die Grünen Wangerooger auch weiter das Ziel verfolgen, endlich direkt konkrete Aussagen sowohl vom Planungsbüro Weinert aus Norden, als auch von der Unteren Naturschutzbehörde, der zuständigen Stelle beim Landkreis Friesland, hinsichtlich des Planungsstandes beim geplanten Golfplatz im Ostinnengroden der Insel, zu erhalten. Beim letzten Umwelt-, Bau-, Plaungs- und Feuerwehrausschuss war Ratsherr Kuchenbuch mit dem Antrag gescheitert, eben diese Planer in den Ausschuss einzuladen, damit aus „berufenem Munde“ der Sachstand zum Golfplatz dem Ausschuss und damit der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte. Dies scheiterte bekanntlich an den Golfplatzbefürwortern im Ausschuss.
- Kohlekraftwerksbau in Wilhelmshaven - Gefährdet die Planung von bis zu 4 neuen Kohlekraftwerken den Kur- und Tourismusstandort Wangerooge?!
Der grüne ehemalige stellvertretende Bürgermeister Werner Biehl aus Wilhelmshaven, Uwe Burgenger und Gustav Zielke von der Kreistagsfraktion der Bündnis90/Die Grünen aus Friesland informierten Die Grünen Wanggerooger über die geplanten 4 Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven.
„Ich glaube sagen zu können, dass alle Anwesenden schier entsetzt sind, was da vor unserer Tür geplant und auch schon umgesetzt wird“ so Kuchenbuch vor der Versammlung der Grünen Wangerooger.
Im Rüstersieler Groden werden bekanntlich bis 2012 zwei neue Kohlekraftwerke der Firma Electrabel und EON gebaut, wobei beiden Unternehmen noch jeweils eine Option für ein weiteres Kraftwerk seitens der Stadt Wilhelmshaven eingeräumt worden ist!
Dabei handelt es sich ja leider nicht, wie schon aus der Presse zu entnehmen war, um Kraftwerkstypen neuester technischer Möglichkeiten, man könnte sie eher vielleicht als Dreckschleudern bezeichnen, zumal ihre Wirkungsgrade bei nur 50% liegen.
Wenn ein Kraftwerk bei Volllast täglich 7000 Tonnen Kohle verbrennt gibt es 21 bis 24 Tonnen Feinstaub pro Stunde an die Luft ab! Darin enthalten sind CO2 als Klimakiller, Quecksilber, Dioxine, Stick- und Schwefeloxide sowie andere Schadstoffe. Diese Reizgase werden die Bevölkerung belasten, zu Erkrankungen führen und die Sterblichkeitsrate erhöhen. Kinder und ältere Leute sind besonders durch Atemwegserkrankungen gefährdet.
Wilhelmshaven und das umliegende Friesland und somit auch die Insel Wangerooge und ihre Nachbarinseln sind bei entsprechenden Windverhältnissen (Ostwinde) von dieser Feinstaubdusche betroffen, weil der Wind nicht ständig aus Nordwest kommt und bei Tiefdruckgebieten oder Inversionswetterlagen der Staub aus den Schornsteinen nicht abzieht. Direkt oder über die Nahrungskette gelangen diese Gifte in den menschlichen Körper fürchten die Sprecher einer 118 Ärzte umfassenden Initiative gegen die geplanten Steinkohlekraftwerke in Wilhelmshaven.
„Für Wangerooge als Luftkurort könnte dies Szenario katastrophale Folgen haben. Urlauber und Kurgäste könnten wegbleiben, dagegen müssen wir unbedingt etwas unternehmen“, so Kuchenbuch gegenüber unserer Zeitung.
Der erste Schritt der Grünen Wangerooger wird sein, die Bevölkerung zu informieren. „Wir werden dazu mit der Ärzteinitiative aus Wilhelmshaven Kontakt aufnehmen, und einen Vortrag dazu auf der Insel organisieren,“ so Kuchenbuch weiter.
„Ferner werden wir den Rat der Inselgemeinde auffordern, gemeinsam mit den anderen Inseln und Urlaubs- und Kurorten der Region gegen diese geplanten Steinkohlekraftwerke in Wilhelmshaven vorzugehen!“ so Kuchenbuch abschließend.
Mit grünen Insel-Grüßen
Peter Kuchenbuch
für Die Grünen Wangerooger
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