Um kurz vor 16.00 Uhr ereignete sich ein Flugzeugabsturz einer Privatmaschine auf dem Flugplatz der Nordseeinsel Wanggerooge. Beim Start kam eine Piper PA 46 "Malibu" mit dem vermutlichen Flugziel Bremen südlich von der Start- und Landebahn ab und stürzte in den Deichringgraben des "Ostinnengrodens" der Insel. Die mit fünf Personen besetzte Maschine wurde bei dem Absturz völlig zerstört. Zwei Personen waren über zwei Stunden in der Maschine eingeklemmt. Insgeamt gab es drei schwer und zwei leichtere Verletzte die mit den herbeigerufenen Hubschraubern Christoph 26 und einem Hubschrauber der Rettungswacht in Krankenhäuser ans Festland geflogen wurden. Die Rettungskräfte waren sofort vor Ort. Kamen zum Teil mit dem Fahrrad an den Unglücksort. Touristen vom nahegelegenen Ostgroden-Deich der Insel und ein Pilot einer weiteren Maschine, die direkt nach der Unglücksmaschine starten wollte, waren die ersten Helfer am Unglücksort. Von der freiwilligen Feuerwehr Wangerooge waren über 30 Helfer am Einsatzort. Die Bergung der letzten beiden Verunglückten gestaltete sich trotz extra dafür eingeflogenes Bergungsmaterial und eines dafür ausgebildeten Spezialisten aus Jever schwierig, da die Feuerwehr auf der autofreien Insel Wangerooge nicht über Bergungsmaterial für Fahrzeugunfälle verfügt. Entsprechendes Material wurde mittels des Polizeihubschraubers der aus Oldenburg an die Unfallstelle geeilt war aus der Feuerwehr Technischen Zentrale in Jever binnen kürzester Zeit eingeflogen. Die Polizei aus Wilhelmshaven hat direkt vor Ort schon mit den Ermittlungen begonnen. Am morgigen Sonntag werden Spezialisten vom Luftfahrt Bundesamt auf Braunschweig auf der Insel erwartet.
Gut drei Stunden ruhte der Flugverkehr auf der Insel.