25.06.2005
Swing Low,

(hp) ...Sweet Chariot - mit einem solchen "Steal away", dem Ruf nach Freiheit, verständigten sich amerikanische Sklaven in verschlüsselten Spirituals über Fluchtmöglichkeiten aus der Sklaverei auf den Baumwollfeldern der Südstaaten. "Swing Low, Sweet Chariot" bedeutete dem Flüchtling als Blinder Passagier auf eine Kutsche zu springen um so aus der Plantage zu fliehen. Fluchthilfe Organisationen wie die "Underground Railroad" halfen so im 19. Jahrhundert den Sklaven ein freies Land zu erreichen.
Kutschen gibt es auf unserer Insel inzwischen auch wieder, Sklaven eher nicht (auch wenn der eine oder andere Saisonbeschäftigte das vielleicht anders sieht), aber seit kurzem gibt es einen Gospelchor. Und der präsentierte am Mittwoch in der Nikolaikirche vor etwa 250 Zuhörern und -schauern Lieder aus seiner neuen CD -Vocal Waves - . Mit "Standing Ovations" wurde der Vortrag bedacht aber nach zwei
Zugaben verabschiedete sich der Chor dann doch endgültig und feierte den Erfolg noch ein wenig
im "Paradiesgarten" vor dem evangelischen Gemeindehaus.
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