Tagesbilder - Juni 2005
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12.06.2005
Offensive Insel
(Danke für die Zuschriften."Offensiv" steht hier allerdings nicht für "angriffslustig"
sondern für "aktiv")



(hp) Mühsam ernährt sich nicht nur das Eichhörnchen. Mühsam haben auch die Mohnblumen hier in der Friedrich-August-Strasse das kleinste bisschen Erde zwischen den Steinen genutzt um den Samen in diesem "Steingarten" mit herrlichen Blüten aufgehen zu lassen.

Mühsam ist es auch einen Positivtrend aus den Gäste- und Übernachtungszahlen herauszulesen, die der Landkreis Friesland jetzt für das Jahr 2004 veröffentlicht hat. Dabei schneidet unsere Insel im Vergleich mit dem Wangerland, Dangast, Jever/Schortens und Friesische Wehde noch einigermaßen gut ab. Während die Gästeanzahl auf der Insel von 2003 auf 2004 um 2,48% gestiegen ist (Friesland insgesamt minus 4,20%), ging die Anzahl der Übernachtungen um -0,18% leicht zurück (Friesland insgesamt minus 2,00%). Damit ist die Insel-Saison 2004 bei der gewerblichen Vermietung (Hotel, Pensionen, Campingplätze, Jugend- und Kinderheime) dennoch nicht ganz so schlecht ausgefallen wie befürchtet. Als Ursachen für den Rückgang sieht ein Sprecher des Landkreises neben der allgemeinen schlechten Wirtschaftlage die fehlenden "Brückentage" für Kurzurlaube, die Überschneidung der Sommerferien in den Hauptzielgebieten Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und das durchwachsene Wetter im Juni und Juli 2004.

"Auch in diesem Jahr könnten wir in den Monaten Juli und August die Betten wieder doppelt belegen, während uns mittelbar davor und danach die Gäste wegbleiben", schimpft ein Inselvermieter über die unsinnige Ferienregelung.

Auch der DEHOGA Inselverband meldet durchweg rückläufige Umsätze in den Gaststätten, die zum einen auf die schlechte Wirtschaftlage und zum anderen auf das zurückhaltende Kaufverhalten der Gäste bei den Urlaubsnebenausgaben zurückzuführen sei. "Das Geld sitzt lange nicht mehr so locker und da der Abwärtstrend bei den Umsatzzahlen bereits seit einigen Jahren anhält, geht es einigen Wirten inzwischen an die Substanz", so ein Mitglied des Ortsverbandes. "Gestiegene Energiekosten, hohe Frachttarife und erschreckend hohe örtliche Sonderabgaben, die letztlich auf die Preise umgelegt werden müssen, tun ein übriges um den Urlaubsstandort Nordseeinsel gegenüber den immer billiger werdenden Auslandsangeboten für deutsche Urlauber immer unattraktiver zu machen. Dem mit vernüftigen Steuer- und Abgabenverordnungen für Klein- und mittelständische Betriebe sowie einem Abbau bürokratischer Verordnungen entgegen zu wirken, ist nicht nur die Bundespolitik, sondern auch die Inselpolitik vor Ort aufgerufen."



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