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     Das Tagesbild

17.04.2004
Hooger Besöök


Frei übersetzt:
(hp) Da hat er sich extra auf den langen Weg von Hannover nach Wangerooge gemacht, der niedersächsische Minister für Umweltschutz, Hans-Heinrich Sander von der CDU. Er wurde hier auch schon sehr erwartet. Der Bürgermeister hat seine allerbeste Windjacke angezogen und die Mitglieder des Gemeinderats trugen Krawatten, weiße Hemden und Sonntagsanzüge. Die von der schwarzen Fraktion warteten ungeduldig, die von der roten Fraktion ärgerten sich ein wenig darüber, dass es nicht mehr der Minister ihrer Partei war, der die Insel besuchte. Große Erwartungen hatten sie aber alle. Der Minister sollte nämlich den Bau der fünfundzwanzig Windmühlen vor der Insel verhindern. Dafür hatten man auf die Schautafel an der Promenade ein Bild des Kölner Doms aufgeklebt, damit der Minister sich einen Eindruck über die unstimmigen Größenverhältnisse der Windkraftanlagen verschaffen konnte.
Der Minister war sehr beeindruckt, mochte allerdings nicht zusagen, dass die Windmühlen nicht gebaut werden. Es müsse als Versuch angesehen werden, ob solche Windparks auch in Flachwassergebieten laufen können und nicht nur in Tiefwassergebeiten wie vor Borkum.
Der Wangerooger Bürgermeister sieht allerdings nicht die Notwendigkeit eine weitere Versuchsanlage in flachem Wasser zu errichten und kündigt verschieden Schritte an, die Errichtung des Offshore-Parks doch noch zu verhindern.
An den Plänen des Energie-Kontors Bremen hat der Ministerbesuch auf der Insel wohl nichts. Sollte der Windpark allerdings in dieser unmittelbaren Nähe zur Insel errichtet werden, wird er wohl auch auf der Insel ein paar Arbeitsplätze kosten. "Umschichtung" nennt sich das wohl.
Der weise Minister für das "Grüne", der werte Herr Trittin sagt: "Wir müssen alle Opfer bringen für die neue Energie Economie."
Küsi meint: "Warum fangen die eigentlich mit der Oferbereitschaft nicht auch einmal bei sich selbst an."

23/04/04
Klartext

(hp) Da habe ich in meinem Bericht vom Umweltminister doch etwas falsch gemacht, worauf mich jemand von der Inselfraktion hingewiesen hat. Der Minister Sanders ist nicht von der CDU, der ist von den Gelben, der FDP. Das ist mir außergewöhnlich peinlich und unangenehm, das Malheur...!

....aber, - auf dem Weg, ich frage nmich schon, wer weiß denn noch von welcher Partei jemand ist. Die großen Instruktoren(?) ändern ihre Meinung doch meisten so, wie der Wind von der Nordsee seine Richtung. Was gestern noch richtig war, kann morgen schon wieder ganz anders sein, da kann man schon einmal etwas durcheinander kommen.

Aber, was wahr ist, muß auch wahr bleiben, der Herr ist von der FDP, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Dor hett he sik extra op den lang'n Törn van Hannover na Wangeroog möökt, de
niedersächsische Minister för Umweltschutz, Hans-Heinrich Sander van de CDU. Se hebben hier avers ok süchtig op em lurt.
De Börgermester het sien allerbesten Annorak antrocken und de vant Gemeenderat hätten sik all fien makt mit Strick, witten Kragens un Respektskledaaschen. De van de schwatte Fraktion jumpen heel lurig van een been op dat annner, de van de roote Fraktion argern sik'n beten desterwegen, dat dat nich mihr eer Minister wär, de da no de Insel kamt. Groote Verwachtungen hebben se avers all tosommen, de Minister schall sik nämlich dorüm kümmern dat de fiefuntwintig Windmöhlen vör de Wangerooger Küst nich but ward. Dadevör hebben se op dat Wiesbree anner Promenaad den Köllner Dom opbackt, dormit de Minister ock plieren kunnt wo gresig dat utsehn dee wenn de Möhlen nipp un nau dorachter hin but ward.
De Minister het sick ornlich för den Henwies bedankt un was bannig beindrückt west van dat Wark, seggt aver, dat he an den Buplaan nix ännern wullt. Dor mött de Wangeroogers mit leven, seggt he, denn an de Windmöhlen hangen nagraad bannig veel Arbeitsplätz und se mötten versöken, of de Möhlen sik ok in't siede Water dreien de und nich nur in't deepe.
Uns Börgermeester seggt avers, dat dat nich sien mutt und dat he un de Insulaners all'ns doon wüllt, dat de Möhlen nie nich but wart.
Nu is he wedder aftrocken, de Minster, un ännert het sik doch nix und ward sik wohl ok nich veel an de Plaans van de Kerls van't Bremer Energie Kontor.
Is denn de heele Hopphei nu för umsünst west? Nee, nich direkt, en poor Arbeitsplätz warrn de Windmöhlen ock de Insel woll kösten. "Umschichtung" heet dat woll.
De wies Minister för't Grööne in Berlin, de weerte Herr Trittin seggt: "Wi möten alltohoop Oppers bringen vör use niege Energie Economie".
Küsi meent :"Wörum fangt se egentlich mit de Oppers nich ok mol bi sik sülms an?"

23.04.04
Kloor rut
(hp) Dor heff ik in mien Bericht van de Umweltminister doch een Fehler möökt, up denn mi een van de Inselfraktion nu blied op henwiesen hät. De Minister Sanders is nich van de CDU, de is van de Geelen, van de FDP. Dat is mi nu wohrhaftig scharneerlich un ik schaam mi ok bannig een av ...!

.... avers, - op denn weeg, weet een denn hüt noch van welke Partei een is ? De grooten Instraktors ännern eer Menen dochen meest wo de Wind van de Noordsee de Kehr. Wo se güstern noch för strieden hebt, dat kunn an'n morgigen Dag all wedder heel anners ween, da sall een ok schon mal dür'nanner koomen.
Avers, wat wohr is, dat mut ok wohr blieven, de Kerl is van de FDP, dor bit de Müüs keen Faam van aff.



...blifft piesfull.
Euer Küsi
.

 



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