28.01.2004
Horizontverschmutzung

(hp) Sind das die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten der Küste?
25 Windkraftanlagen, jede mit einer Gesamthöhe von 170
Metern, wurden von der Bezirksregierung Lüneburg im
abgeschlossenen Raumordnungsverfahren für den Offshore Windpark
Nordergründe genehmigt. Nordergründe liegt in unmittelbarer
Sichtweite unserer Insel. Damit gibt es bei den Insulanern die
berechtigte Sorge, dass die drehenden Windmühlenflügel,
sowie die nächtens blinkenden Positionslichter, einen ruhigen
Blick über die Nordsee und zum Horizont stark beeinträchtigen
und sich für den Insel-Tourismus nachteilig auswirken werden.
Da stellt sich nicht nur die Frage, wann wird die ökologisch
eher fragwürdige "Verspargelung" der Republik endlich
ein Ende finden. Gut subventioniert rentieren sich Windkraft-Anlagen
zudem nur noch durch überhöhte Strompreise, die den
Energieunternehmen für die Einspeisung des "sauberen"
Stroms in ihre Stromnetze zwangsweise abverlangt werden. Wann
werden deshalb wirtschaftliche Überlegungen die deutschen
Stromriesen wohl dazu bringen billigen Atomstrom, zum Beispiel
aus Frankreich, dazu zu kaufen und das ökologische Prinzip
der sauberen deutschen Wind-Energie-Gewinnung damit auch auf diesem
Wege ad absurdum führen?
Neuere Untersuchungen haben zudem ergeben, dass, gemessen an der
durchschnittlichen Lebensdauer der Windmühlen, kaum eine
Anlage mehr Energie erzeugt, als zu ihrer Herstellung, Wartung
und Entsorgung (gerade und auch der riesigen Kunststoffflügel)
verbraucht wird.
Das schrieb
mir ein Insulaner zur Lüneburger "Nordergründe"
Entscheidung.
Bei dem Projekt standen wir mal wieder ganz lausig in Lee!
So lang an Land hoge Heern regeert, sünd Frünn uns blot
den See und Wind!
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