13/06/03
Der Reiterei folgt Streiterei
(hp)
Wasch mich aber mach mich nicht nass, oder besser tut endlich was für
die Insel aber bitte nicht vor meiner Haustür. Unter dieses
Motto könnte der jüngste Streitfall auf der Insel gestellt
werden. Um eine Lücke im touristischen Angebot der Insel zu schließen
hatte sich die ausgebildete Reitwartin Gudrun Thielemann bereits im
vergangenen Jahr dazu entschlossen einen kleinen Privatreitstall zu
eröffnen. Ihre Idee gleichzeitig auch wieder eine Kutsche für
Fahrten über die Insel und für die Leuchtturmtrauungen anzubieten,
fand nicht nur bei den insularen Entscheidungsträgern Gehör
und Beifall, auch viele Insulaner und Gäste freuten sich über
das neue Angebot. Es könnte auch alles ruhig verlaufen, wären
da nicht einige Anwohner der Strasse Am Alten Deich, die ihre Bedenken
"bei der Planung des neuen Reitstalles ungenügend berücksichtigt"
finden, so in der Nordwest-Zeitung vom 13. Juni 2003. "Bereits
jetzt fühlen sich die Anwohner durch den Reit- und Kutschbetrieb
belästigt. Abhilfe soll eine Zuwegung zur Weide über die Christian-Janßen-Strasse
schaffen", so der Bericht weiter. Bleibt zu hoffen, dass sich dort
nicht auch wieder Anwohner finden, die sich durch Pferdeäppel und
-getrappel gestört fühlen.
Übrigens, ein paar Pferdäpfel, die neulich auf der Christian-Janßen-Strasse
abgelegt worden waren, waren so schnell von Elektrofahrzeugen !!! plattgefahren,
verteilt und von der Strassenreinigungmaschine entsorgt worden, dass
die Besitzerin des angrenzenden Hauses nicht einmal mehr dazu kam diesen
Naturdünger für ihren Garten zu sichern. Na ja, vielleicht
beim nächsten mal. Bleibt zu hoffen, dass Frau Thielemann sich
in ihrem Engagement nicht beirren lässt.
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