Jahreshauptversammlung
der SPD Wangerooge
- ren
- Wangerooge. Vorsitzende Rosemarie Gause machte bei der
jüngsten Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins
Wangerooge keinen Hehl daraus, dass sie Günter Heußen
bei der Wahl zum Landtagsabgeordneten unterstützt hat,
zumal er sich wegen uns mit Jever total zerstritten
hat, damit wir auf Platz 3 in der Kandidatenliste zum Kreistag
kamen. Dadurch hat die Insel mit Uwe Osterloh einen Vertreter,
was die CDU nicht geschafft hat. Detlef Schulz stellte
in seinem Bericht aus der Fraktion klar, dass es zwischen
den sechs gewählten Rats-Vertretern der SPD zwar häufiger
unterschiedliche Auffassungen gebe, sie aber deshalb nicht
verkracht seien. Auch zum Thema Golfplatz wurden gegensätzliche
Positionen deutlich: Während Ratsherr Osterloh befürchtet,
dass sich das touristische Klientel grundsätzlich verändere
und er das Wahlversprechen, einen Bürgerentscheid herbeizuführen
gern einlösen würde, sieht Ratsherr Dr. Michael
Strahlmann keinen einzigen Grund, der dagegen spricht, die
Pläne zur Installierung eines Golfplatzes beim Flughafengelände
weiterzuverfolgen. Auch er sieht den Flächenbedarf
für Reitmöglichkeiten wie Schulz, findet aber
die ausgewiesene Freizeitfläche groß genug beider
Sportarten anbieten zu können. Bürgermeister Holger
Kohls Initiative Wooge Golf-Plus ebenfalls nicht platt
machen: Golf verdient grundsätzlich die
öffentliche Unterstützung wie jede andere Sportart
auch. Wir brauchen eine breite öffentliche Diskussion
und keinen Bürgerentscheid. Die letzte Befragung war
eindeutig zielorientiert. Auch Strahlmann will einer
Bürgerbefragung nur zustimmen, wenn die Fragen objektiv
formuliert werden. Die Landtagsabgeordnete und Landrätin
Karin Evers-Meyer ging in ihren Ausführungen zwar nicht
auf die aktuelle Golfplatzdiskussion ein, dafür nahm
sie Stellung zur Pisa-Studie und dem Vorschlag eines neuen
Zuwanderungsgesetzes, das auch für Wangerooges Gastronomen
den Vorteil bringen würde, ausländische Saisonkräfte
zweimal vier Monate zu beschäftigen statt wie bisher
nur einmal drei. Zum Wahlprogramm der SPD, das Anfang Juni
verkündet wird, deutete sie als zukünftige Bundestagsabgeordnete
nur an, dass die Bildungsreform ein Hauptthema sein werde.
Der Schwerpunkt des Wahlkampfes wird darin liegen
unsere Mitglieder durch Telefongespräche zu bewegen
zur Wahl zu gehen, sagte sie zum Abschluss mit Blick
auf die Enttäuschung nach der Spendenaffäre im
Rheinland.