Zur
Erklärung und Erinnerung:
Der Küstenserver ist eine Privatinitiative zweier Wangerooger
Gastwirte und eines Hotelgeschäftführers, die diese
in ihrer Freizeit betreiben. Alle steuerrelevanten Gewinne
der Gesellschaft Küstenserver GbR werden ausschließlich
zur Deckung der laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten,
sowie für neues Equipment (z.B. WebCams) verwendet. Die
Gesellschafter beziehen kein Gehalt und haben in den 6 Jahren,
die der Küstenserver bereits besteht, aus dem Betriebsvermögen
weder Bar- noch Sachentnahmen getätigt. Zielsetzung der
Initiative ist es die Insel Wangerooge informativ im Internet
zu präsentieren und Wangerooger Vermietern eine Plattform
zu bieten ihre Ferienunterkünfte mittels Online-Anfragemöglichkeit
im Internet zu präsentieren und zu vermieten. Ein Bestandteil
dieses Bereiches ist die "Liste der freien Termine",
die in einfacher Form eine Übersicht über freie
Unterkünfte bietet. Diese Liste wird von den Betreibern
kostenfrei für die Inserenten des Küstenservers
geführt und aktualisiert.
Kommentierender Artikel:
Wangerooger Bürgermeister lässt seine
Muskeln spielen
Keine Verlinkung der Internetpräsentation des Küstenservers
auf den Gemeindeseiten
(pl) Mit Schreiben vom 30.05.02 teilt der Bürgermeister
der Gemeinde Wangerooge den Betreibern der Internetseite "Küstenserver"
mit, dass " (keine) Bereitschaft (besteht),
die "Küstenserver GbR" in die Linkliste
(www.wangerooge.de)
aufzunehmen. Die Gemeinde und der Kurverwaltungsbetrieb
stellen Ihnen über eine Verlinkung keine Plattform zur
Verfügung, mit der - wie fortwährend geschehen auf
der Startseite "in eigener Sache" und im "Gästebuch"
- auf polemische Art und Weise gegen Organe der Gemeinde votiert
wird."
Soviel zum demokratischen Grundverständnis des Bürgermeisters
der Inselgemeinde in Bezug auf festgeschriebene Grundwerte
wie Meinungsfreiheit und Zensurverbot. Der offenbar dünnhäutige
aber studierte Verwaltungsfachmann sollte als als gewählter
Volksvertreter eigentlich wissen, dass öffentliche Kritik
(karikierende Satire eingeschlossen), anders als beim Schutz
von Privatpersonen, bei Personen der Zeitgeschichte nicht
nur erlaubt ist, sondern zu den Grundwerten unserer demokratischen
Gesellschaftsform gehört, soweit diese Kritik nicht in
beleidigender oder diskriminierender Form erfolgt, was nicht
der Fall war und für die Begründung deshalb der
schwammige Begriff der "polemischen Art und Weise"
herhalten mußte.
Erwiderung:
Die Betreiber der Küstenserver GbR nehmen die vom Bürgermeister
und dem Verwaltungsausschuss getroffene Entscheidung zur
Kenntnis und kommentieren diese in folgender Weise:
Ein Link ist keine Plattform. Die Plattform für unser
Anliegen haben wir uns mit unserer Internetpräsentation
bereits selbst geschaffen und zwar mit täglich zwischen
500 und 1400 Besuchern, was seit der Trennung von der gemeindeeigenen
Internetadresse einem Schnitt von über 900 Besuchern
täglich entspricht, mit steigender Tendenz. Nach unserem
Dafürhalten will die Verwaltung (auf Initiative des
Bürgermeisters?) sich mit ihrer Entscheidung lediglich
einen lästigen Konkurrenten vom Hals schaffen, bedenkt
dabei allerdings nicht, dass sie damit letztendlich über
die auf den Küstenserver Seiten inserierenden Vermieter,
größtenteils Wangerooger Abgaben- und Steuerzahler,
die im übrigen mit ihrem Geld auch die gemeindeeigenen
Seiten mitfinanziert haben, die Möglichkeit nimmt ihre
Unterkünfte bei den Spontanbesuchern, die über
die Adresse www.wangerooge.de einloggen, zu präsentieren
um somit zusätzliche Vermietungen zu tätigen.
Ein finanzieller Verlust trifft deshalb nicht den Küstenserver
und seine Betreiber, sondern ausschließlich
die inserierenden Vermieter und über diese dann auch
die Gemeindekasse. So werden Inselinteressen von
der Verwaltung eher vernachlässigt denn vertreten,
und zwar aus rein eigennützigen Gründen. Selbst
wenn es der Verwaltung mit ihrem Linkverkauf, dessen Preisgestaltung
wir im übrigen für unverhältnismäßig
überzogen halten, gelingen sollte alle inserierenden
Vermieter abzuwerben und somit die Einnahmen der Küstenserver
GbR auf Null zu bringen, werden wir, die Betreiber, unsere
Seiten in der bewährten Form weiterführen, denn
uns ist in erster Linie die Aktualität einer Internetseite
wichtig, nicht ihre alleinige Präsens oder ihr Ertrag,
alles andere regelt sich von ganz alleine und zwar nach
den Regeln der freien Marktwirtschaft und nicht in erzwungener
verwaltungstechnischer Manier.
I.A.
Heino Plagenz für die Küstenserver GbR