Wilhelmshavener
Polizei-Puppenbühnen
zu Gast in Wangerooges Grundschule
Gewalt
in der Schule ist offensichtlich nicht das Problem der Dritt-
und Viertklässler der Grundschule Wangerooge. Das jedenfalls
konnten Schulleiter Hartmut Renken und Vertreter der Poizeiinspektion
Wilhelmshaven zufrieden feststellen nach einem Puppentheaterstück
und einem anschließenden Elternabend zum Thema verbaler
und nonverbaler Gewalt. Vor sechs Jahren, als Gewalt in Schulen
zu eskalieren drohte, ließen sich Bianka Stutz, Ulrich
Levin und Jürgen Paul in Nordrhein-Westfalen schulen
und seither fahren sie mit ihren Puppenbühnen in die
Kindergärten und Grundschulen des Regierungsbezirks Weser-Ems.
Wichtig ist ihnen dabei die Eltern in die Gewaltprävention
einzubeziehen. So sollten diese wissen, wann und wozu ihre
Kinder Messer benutzen (sechs von 27 Kindern benutzen sie
ohne Wissen ihrer Eltern in der Freizeit), wann und wie oft
Kinder fernsehen (15 von 27 Kindern haben einen eigenen Fernseher)
und welche Computerspiele gespielt werden (alle Kinder besitzen
einen eigenen (Spiele-)Computer). Auch sollten sich die Eltern
(mehr) Zeit nehmen für ihre Kinder, denn Gespräche
seien durch nichts zu ersetzen. So wird die Hilfe der Polizei,
die vom anwesenden Inselsheriff Fritz Bremer ausdrücklich
angeboten wurde, oftmals überflüssig. Verschließen
wollen sich die Insulaner nicht vor Gewaltphänomenen,
die latent auch auf Wangerooge vorhanden sind. So wird sich
am Dienstag, den 28.5. um 20 Uhr im Graf Luckner
ein Präventionsrat konstituieren. Zu dieser Gründungssitzung
sind alle interessierten Wangerooger herzlich eingeladen.Auch
an die Erst- und Zweitklässler wurde gedacht: Für
sie spielten die Wilhelmshavener Polizisten ein Stück
mit dem beliebten Verkehrskasper.
Foto: Gerechte Strafe für Bösewicht
Tom am Schluss des Theterstücks: Er muss mit zur Polizei,
wo seine Personalien aufgenommen werden.