|
|
|
|
|
 |
 |
Golfplatz
Wangerooge
-
ren - Wangerooge. Die Interessengemeinschaft Wooge-Plus-Golf
um die Hobbygolfer Dr. Peter Benning, Volker Nanizzi und Detlef
Hildebrands stellte am Pfingstsamstag vor zahlreichen Zweitwohnungsbesitzern
und einigen Wangeroogern im Seminarraum des Kaiserhofs den aktuellen
Stand der Planungen eines Golfplatzes am Wangerooger Flugplatzgelände
vor. Demnach ist als Gesamtkonzept an eine am Breitensport orientierte
9-Loch-Golfanlage mit Übungsflächen und -Greens gedacht.
Die erste Umsetzungsstufe dieses Konzeptes sieht die Übergangslösung
mit Golfspielmöglichkeit um die Flugplatz- Graslande- und Startbahn
vor und strebt die Nutzung eines Teils der späteren 9-Loch-Anlage
zum Zwecke einer Übungswiese (Driving-Range) gegebenenfalls
mit Abschlagshütten und einem Putting-Green an. Der Gemeinderat
befasst sich mit dem Thema Golfplatz bereits seit 1999 im Zusammenhang
mit der Novellierung des Nationalparkgesetzes, erklärte
Bürgermeister Holger Kohls als Gastredner. Auf Anfrage des
Umweltministeriums hatte die Gemeinde Wangerooge seinerzeit ein
Landschaftskonzept in Auftrag gegeben, das eine Fläche von
circa 35 ha am Flugplatzgelände für Freizeitaktivitäten
ausweist. Daraufhin erfolgte die Umzonierung, so dass grundsätzlich
ein Golfbetrieb dort möglich ist. Inzwischen hat sich der Bauausschuss
mit dem Anliegen der Interessengemeinschaft befasst noch in diesem
Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Wie der Verwaltungsausschuss
und schließlich der Rat in der zweiten Junihälfte entscheiden
wird, kann Kohls zur Zeit noch nicht abschätzen. Sicher ist
für ihn, dass sich Wangerooge als Bedarfszuweisungsgemeinde
auf gar keinen Fall investiv einbringen kann, jedoch alle
Wege mitbegleiten (will), die zur Vorbereitung gehören, unter
der Voraussetzung, dass die zukünftige Anlage der breiten Öffentlichkeit
grundsätzlich zur Verfügung steht. Kohls ist sich
aber auch im Klaren, das es mehr Golfer unter den 1200 Zweitwohnungsbesitzern
als unter den Wangeroogern gibt und erhofft sich durch einen Golfplatz
mehr Bindung der Zweitwohnungsbessitzer an die Insel. Immerhin spielen
die aktiven Golfer laut einer focus-Umfrage mindestens 50 Mal pro
Jahr. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass die geplante Anlage
zwar nicht komprimiert sein wird, jedoch nie nationalen Standard
haben kann. Sie wird wie die geplanten Anlagen auf Borkum und Langeoog
ein sogenannter Linksplatz sein, bei dem möglichst wenig in
die Natur eingegriffen wird. Finanziert werden soll das Ganze durch
Mitgliedsbeiträge des Tennis- und Golfclubs Wangerooge. Es
wird aber auch an eine mögliche Beteiligung im Sinne des Erwerbs
von Anteils-Bausteinen (KG-Anteilen) gedacht. Für die ersten
Maßnahmen sind erst einmal 50000 Euro veranschlagt. Das nächste
Treffen ist für Sonnabend, den 20. 7. um 17.30 Uhr im Seminarraum
des Kaiserhofs anberaumt.
|