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Wangerooge News
 

26.05.2002

Golfplatz Wangerooge

- ren - Wangerooge. Die Interessengemeinschaft „W’ooge-Plus-Golf“ um die Hobbygolfer Dr. Peter Benning, Volker Nanizzi und Detlef Hildebrands stellte am Pfingstsamstag vor zahlreichen Zweitwohnungsbesitzern und einigen Wangeroogern im Seminarraum des Kaiserhofs den aktuellen Stand der Planungen eines Golfplatzes am Wangerooger Flugplatzgelände vor. Demnach ist als Gesamtkonzept an eine am Breitensport orientierte 9-Loch-Golfanlage mit Übungsflächen und -Greens gedacht. Die erste Umsetzungsstufe dieses Konzeptes sieht die Übergangslösung mit Golfspielmöglichkeit um die Flugplatz- Graslande- und Startbahn vor und strebt die Nutzung eines Teils der späteren 9-Loch-Anlage zum Zwecke einer Übungswiese (Driving-Range) gegebenenfalls mit Abschlagshütten und einem Putting-Green an. „Der Gemeinderat befasst sich mit dem Thema Golfplatz bereits seit 1999 im Zusammenhang mit der Novellierung des Nationalparkgesetzes“, erklärte Bürgermeister Holger Kohls als Gastredner. Auf Anfrage des Umweltministeriums hatte die Gemeinde Wangerooge seinerzeit ein Landschaftskonzept in Auftrag gegeben, das eine Fläche von circa 35 ha am Flugplatzgelände für Freizeitaktivitäten ausweist. Daraufhin erfolgte die Umzonierung, so dass grundsätzlich ein Golfbetrieb dort möglich ist. Inzwischen hat sich der Bauausschuss mit dem Anliegen der Interessengemeinschaft befasst noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Wie der Verwaltungsausschuss und schließlich der Rat in der zweiten Junihälfte entscheiden wird, kann Kohls zur Zeit noch nicht abschätzen. Sicher ist für ihn, dass sich Wangerooge als Bedarfszuweisungsgemeinde auf gar keinen Fall investiv einbringen kann, jedoch „alle Wege mitbegleiten (will), die zur Vorbereitung gehören, unter der Voraussetzung, dass die zukünftige Anlage der breiten Öffentlichkeit grundsätzlich zur Verfügung steht.“ Kohls ist sich aber auch im Klaren, das es mehr Golfer unter den 1200 Zweitwohnungsbesitzern als unter den Wangeroogern gibt und erhofft sich durch einen Golfplatz mehr Bindung der Zweitwohnungsbessitzer an die Insel. Immerhin spielen die aktiven Golfer laut einer focus-Umfrage mindestens 50 Mal pro Jahr. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass die geplante Anlage zwar nicht komprimiert sein wird, jedoch nie nationalen Standard haben kann. Sie wird wie die geplanten Anlagen auf Borkum und Langeoog ein sogenannter Linksplatz sein, bei dem möglichst wenig in die Natur eingegriffen wird. Finanziert werden soll das Ganze durch Mitgliedsbeiträge des Tennis- und Golfclubs Wangerooge. Es wird aber auch an eine mögliche Beteiligung im Sinne des Erwerbs von Anteils-Bausteinen (KG-Anteilen) gedacht. Für die ersten Maßnahmen sind erst einmal 50000 Euro veranschlagt. Das nächste Treffen ist für Sonnabend, den 20. 7. um 17.30 Uhr im Seminarraum des Kaiserhofs anberaumt.

 

 

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