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Wangerooge News
 

05.06.02

Jahreshauptversammlung der SPD Wangerooge

- ren - Wangerooge. Vorsitzende Rosemarie Gause machte bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Wangerooge keinen Hehl daraus, dass sie Günter Heußen bei der Wahl zum Landtagsabgeordneten unterstützt hat, zumal er sich „wegen uns mit Jever total zerstritten hat, damit wir auf Platz 3 in der Kandidatenliste zum Kreistag kamen. Dadurch hat die Insel mit Uwe Osterloh einen Vertreter, was die CDU nicht geschafft hat.“ Detlef Schulz stellte in seinem Bericht aus der Fraktion klar, dass es zwischen den sechs gewählten Rats-Vertretern der SPD zwar häufiger unterschiedliche Auffassungen gebe, sie aber deshalb nicht verkracht seien. Auch zum Thema Golfplatz wurden gegensätzliche Positionen deutlich: Während Ratsherr Osterloh befürchtet, dass sich das touristische Klientel grundsätzlich verändere und er das Wahlversprechen, einen Bürgerentscheid herbeizuführen gern einlösen würde, sieht Ratsherr Dr. Michael Strahlmann keinen einzigen Grund, der dagegen spricht, die Pläne zur Installierung eines Golfplatzes beim Flughafengelände weiterzuverfolgen. Auch er sieht den Flächenbedarf für Reitmöglichkeiten wie Schulz, findet aber die ausgewiesene Freizeitfläche groß genug beider Sportarten anbieten zu können. Bürgermeister Holger Kohls Initiative W’ooge Golf-Plus ebenfalls nicht „platt machen“: „Golf verdient grundsätzlich die öffentliche Unterstützung wie jede andere Sportart auch. Wir brauchen eine breite öffentliche Diskussion und keinen Bürgerentscheid. Die letzte Befragung war eindeutig zielorientiert.“ Auch Strahlmann will einer Bürgerbefragung nur zustimmen, wenn die Fragen objektiv formuliert werden. Die Landtagsabgeordnete und Landrätin Karin Evers-Meyer ging in ihren Ausführungen zwar nicht auf die aktuelle Golfplatzdiskussion ein, dafür nahm sie Stellung zur Pisa-Studie und dem Vorschlag eines neuen Zuwanderungsgesetzes, das auch für Wangerooges Gastronomen den Vorteil bringen würde, ausländische Saisonkräfte zweimal vier Monate zu beschäftigen statt wie bisher nur einmal drei. Zum Wahlprogramm der SPD, das Anfang Juni verkündet wird, deutete sie als zukünftige Bundestagsabgeordnete nur an, dass die Bildungsreform ein Hauptthema sein werde. „Der Schwerpunkt des Wahlkampfes wird darin liegen unsere Mitglieder durch Telefongespräche zu bewegen zur Wahl zu gehen“, sagte sie zum Abschluss mit Blick auf die Enttäuschung nach der Spendenaffäre im Rheinland.

 

 

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