Deichschau
(pku)
"Der Pflegezustand der Wangerooger Dünen und Deiche
ist recht gut". Zu dieser Erkenntnis kam gestern Wolfgang
Wilts als Vertreter der Bezirksregierung Weser-Ems, Außenstelle
Brake, bei der Deichschau auf der Nordseeinsel Wangerooge.
Die für die Deiche und Dünen zuständigen
Behörden, der Niedersächsische Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft und Küstenschutz der Betriebsstelle
Norden, vertreten durch Klaus Janssen und das von Bundesseite
zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt aus Wilhelmshaven,
vertreten durch den Leiter des Außenbetriebes Herrn
Gerold Müller und Herrn Herbert Lind von Wangerooge
haben bei der Deichschau nur geringfügige Beanstandungen
an Deichen und Dünen vorzuweisen gehabt. Größtes
"Sorgenkind" bleibt allerdings der Dünenbereich
unterhalb Meeresstern und Bootsweg, der bei den Sturmfluten
der letzten Wochen stark in Mitleidenschaft gezogenen worden
ist. Die in den Vorjahren gemachten Sanierungsarbeiten an
der Düne wurden alle zunichte gemacht. "Wie versprochen
haben wir die Überwege in diesem Bereich zu Ostern
wieder instandgesetzt." sagte Gerold Müller vom
WSA-Wilhelmshaven. Ferner laufen auch schon Planungen, um
die in diesem Bereich befindliche Buhne T (einwandige Spundwand)
auf 180 Meter zu verlängern. "Wir versprechen
uns damit sogar schon kurzfristige Erfolge erzielen zu können,
um somit ggf. sogar schon im nächsten Frühjahr
hier auch wieder mit Sandfangmaßnahmen zu beginnen,"
so Wolfgang Wilts von der Bezirksregierung. Das Ziel ist,
die Strömung in diesem Bereich der Nordsee so zu verändern,
dass der dort befindliche Priel die Schutzdüne nicht
mehr beeinflussen kann.
"Mit den Baumaßnahmen werden wir noch im August
oder September diesen Jahren beginnen und die Arbeiten werden
dann bis Ende Oktober abgeschlossen sein", sagte Gerold
Müller vom WSA. In einem Informationsschreiben an Kurgäste
und Wangerooger bittet das WSA heute schon vorsorglich für
die mit diesen Sanierungs-arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten
um Verständnis.
Weiterer dringender Bedarf für eine Grundinstandsetzung
sehen die Verantwort-lichen beim Siel und Schöpfwerk
des Ostdeiches am Flugplatz. Die Sanierungs-arbeiten sollen
hier im Frühjahr 2003 beginnen.
Insgesamt sind die Deiche in einem guten Pflegezustand.
Insbesondere das am Ostgrodendeich eingebaute Lahnungsystem
hat sich bewährt. Jährlich wird hier der Verlauf
vermessen und auch mittels Luftbildaufnahmen der Priele
wird die Entwicklung im Deichvorland beobachtet, um eine
Gefährdung des Deiches vorzubeugen.
Bei den jeweils im Frühjahr und Herbst durch-geführten
Deichschauen, wird durch eine Anwesenheit von Vertretern
der Gemeinde, der Nationalparkverwaltung, des Nationalpark-hauses
"Rosenhaus", als auch des Mellumrates eine Transparenz
für die für den Inselschutz wichtigen Maßnahmen
erreicht. Sowohl Naturschutz, als auch Gemeinde können
ihre Bedenken somit schon frühzeitig zum Ausdruck bringen.