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Wangerooge News
11.04.02

Deichschau

(pku) "Der Pflegezustand der Wangerooger Dünen und Deiche ist recht gut". Zu dieser Erkenntnis kam gestern Wolfgang Wilts als Vertreter der Bezirksregierung Weser-Ems, Außenstelle Brake, bei der Deichschau auf der Nordseeinsel Wangerooge. Die für die Deiche und Dünen zuständigen Behörden, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz der Betriebsstelle Norden, vertreten durch Klaus Janssen und das von Bundesseite zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt aus Wilhelmshaven, vertreten durch den Leiter des Außenbetriebes Herrn Gerold Müller und Herrn Herbert Lind von Wangerooge haben bei der Deichschau nur geringfügige Beanstandungen an Deichen und Dünen vorzuweisen gehabt. Größtes "Sorgenkind" bleibt allerdings der Dünenbereich unterhalb Meeresstern und Bootsweg, der bei den Sturmfluten der letzten Wochen stark in Mitleidenschaft gezogenen worden ist. Die in den Vorjahren gemachten Sanierungsarbeiten an der Düne wurden alle zunichte gemacht. "Wie versprochen haben wir die Überwege in diesem Bereich zu Ostern wieder instandgesetzt." sagte Gerold Müller vom WSA-Wilhelmshaven. Ferner laufen auch schon Planungen, um die in diesem Bereich befindliche Buhne T (einwandige Spundwand) auf 180 Meter zu verlängern. "Wir versprechen uns damit sogar schon kurzfristige Erfolge erzielen zu können, um somit ggf. sogar schon im nächsten Frühjahr hier auch wieder mit Sandfangmaßnahmen zu beginnen," so Wolfgang Wilts von der Bezirksregierung. Das Ziel ist, die Strömung in diesem Bereich der Nordsee so zu verändern, dass der dort befindliche Priel die Schutzdüne nicht mehr beeinflussen kann.
"Mit den Baumaßnahmen werden wir noch im August oder September diesen Jahren beginnen und die Arbeiten werden dann bis Ende Oktober abgeschlossen sein", sagte Gerold Müller vom WSA. In einem Informationsschreiben an Kurgäste und Wangerooger bittet das WSA heute schon vorsorglich für die mit diesen Sanierungs-arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten um Verständnis.
Weiterer dringender Bedarf für eine Grundinstandsetzung sehen die Verantwort-lichen beim Siel und Schöpfwerk des Ostdeiches am Flugplatz. Die Sanierungs-arbeiten sollen hier im Frühjahr 2003 beginnen.
Insgesamt sind die Deiche in einem guten Pflegezustand. Insbesondere das am Ostgrodendeich eingebaute Lahnungsystem hat sich bewährt. Jährlich wird hier der Verlauf vermessen und auch mittels Luftbildaufnahmen der Priele wird die Entwicklung im Deichvorland beobachtet, um eine Gefährdung des Deiches vorzubeugen.
Bei den jeweils im Frühjahr und Herbst durch-geführten Deichschauen, wird durch eine Anwesenheit von Vertretern der Gemeinde, der Nationalparkverwaltung, des Nationalpark-hauses "Rosenhaus", als auch des Mellumrates eine Transparenz für die für den Inselschutz wichtigen Maßnahmen erreicht. Sowohl Naturschutz, als auch Gemeinde können ihre Bedenken somit schon frühzeitig zum Ausdruck bringen.


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