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Wangerooge News

09.03.02
Gemeindehaushalt kräftig im Minus
Verluste durch den Eigenbetrieb Kurverwaltung

(hp) Ein Minus von 1,54 Millionen EURO weist der Verwaltungsetat der Gemeinde Wangerooge aus. Den Einnahmen von 4,83 Millionen EURO stehen Ausgaben von 6,37 Millionen EURO gegenüber. Die hohen Verluste seien entstanden, weil die Gemeinde die Verluste der Kurverwaltung aus dem Jahr 2001 ausgleichen muß und rund 500.000 Euro für dieses Jahr bereits verplant sind. Defizite bei den Erträgen im Kurmittelbereich, dem Freizeitbad Oase, sowie den schwer kalkulierbaren Kosten für die Sandfahrmaßnahmen am Hauptbadestrand sind nach Aussage Bürgermeister Kohls hauptsächlich verantwortlich für die Misere. Große Hoffnungen setzt Kohls desahlb 2002 auf eine höhere Einnahme bei der Kurtaxe durch die Wangerooge-Card. Ohne die Verluste der Kurverwaltung würde rein rechnerisch ein Überschuss von 86.300 EURO erwirtschaftet worden sein. Größte Einnahmequelle der Gemeinde sei der Grundstücksverkauf im Baugebiet am Deich. "Die Finanzierung der noch ausstehenden Investitionsmaßnahmen ist nur durch Fremdmittel, also Zuschüsse und Darlehen, möglich", so Kohls.
Obwohl der Gemeinde kein Geld für Investitionen bleibt, wurden die Pläne für eine Streetbal- und Skateranlage auf den Weg gebracht. Der Eigenanteil an den Kosten für die Sanierungsarbeiten am Freizeitbad, die sich auf insgesamt ca. 730 000 EURO belaufen, werden aus der Liquiditätsreserve der Gemeinde bestritten. Die Sanierung des maroden Kanalnetzes, in das zukünftig noch ca. 2 Millionen EURO investiert werden müssen, bleibt vorrangig. Der Schuldenstand wird am Ende des Jahres voraussichtlich 1503 EURO pro Kopf der Bevölkerung betragen und wäre somit mehr als doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt bei vergleichbaren Gemeinden (674 EURO).
Erfreuliches gab es dann aber auch noch zu vermelden. Die Grund- und Gewerbesteuersätze werden nicht erhöht und sind somit seit 1996 stabil, die Strassenreinigungsgebühr sinkt von 6,96 DM auf 5,98 DM (3,06 EURO) pro Strassenmeter, die Abwassergebühr sinkt von 5,57 DM auf 5,42 DM ( 2,77 EURO) pro Kubikmeter Frischwasser.

 


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