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Wangerooge News

Viel Beifall für „De Pageluuns“
Theatergruppe Wangerooge feierte Premiere

Nach einem Jahr verletzungsbedingter Pause meldete sich am Freitag die Theatergruppe Wangerooge mit dem Dreiakter „De Pageluuns“ (Die Pfauen) zurück: Der kleinen Gaststätte des Ehepaars Elsbeth (Thekla Dickebohm) und Herbert Kruthoff (Holger Stumpf) kommt eine besondere Ehre zuteil. Die Senatsrätin Dr. Schmitz-Bergheim (Anja Kretzberg) kündigt den Besuch des Königs Tahowub’uhoa (Michael Drees) aus Mabujuk in der Südsee an. Dieser will im Zuge seiner Deutschlandreise auch die Pfauen (Pageluuns) des Wirts besichtigen, da sie ihm sehr heilig sind. Die Kosten für das Bankett solle die Stadtkämmerei, Abteilung Entwicklungshilfe übernehmen. Das geplante Festmenue stellt für den souverän spielenden „Spitzenkoch“ Erich Pagels (Dirk Lindner) und dessen Azubi Kallinka Wurster (Margot Stumpf) keine große Herausforderung dar, zumal dem neu eingestellten Koch für seine nouvelle cuisine zunächst freie Hand gelassen wird. Bis jedoch der Staatsbesuch stattfinden kann, muss sich die Putzhilfe und Freundin Pagels Alwine Sonnenschein (Ute Schröder) Herberts Annäherungsversuchen erwehren und Erich Pagels wird von der „ollen Ziech“ Elsbeth bedrängt. Außerdem nerven der Stammgast Winfried Rotermund (Michael Brandt) und die Kellnerin (Kerstin Bude) mit ihrer ewigen Bestellerei. Als der König - diese Rolle ist Michael Drees wirklich auf den Leib geschrieben- endlich eintrifft, kommt es zu einer Überraschung, denn der dösige Wirt hatte mal wieder etwas vergessen. Und so kommen zum Schluss sogar Bürgermeister Holger Kohls und Curt Hanken noch zu kleinen Nebenrollen. Nach gut zwei Stunden Spielzeit mit einer Pause nach dem zweiten Akt gab es wieder viel Applaus für die Darsteller und die Souffleuse Ursel Huber im fast ausverkauften großen Kursaal, auch wenn noch nicht alles klappte. Immerhin können nur zwei der neun Darssteller Platt snacken. Dirk Lindner zum Beispiel hat beim ersten Stück vor neun Jahren „noch gar nicht verstanden, was (er) sagen musste. Außerdem suchen wir immer Stücke aus, in denen es zwei/drei Rollen in Hochdeutsch gibt“, so der Hauptdarsteller, der wie Thekla Dickebohm und Ute Schröder seit der Gründung dabei ist. Ab Ostern soll die Komödie alle vierzehn Tage gespielt werden, so dass bis zum Ende der Saison vierzehn Aufführungen auf dem Programm stehen. 500 Euro der Premiereveranstaltung fließen in den Topf der Vorbereitungsgruppe des Kulturereignisses „Insulaner unner sück“.



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