Wir fühlen uns von der CDU-Familie
stiefmütterlich behandelt
CDU Wangerooge wählte neuen Vorstand
Obwohl
nur zehn der 46 Mitglieder den Weg zur Gaststätte Mittelpunkt
gefunden hatten, verlief die Vorstandswahl des Gemeindeverbands der
CDU Wangerooge zügig: Der Vorsitzende für die nächsten
beiden Jahre heißt weiterhin Michael Drees, seine beiden gleichberechtigten
stellvertretenden Vorsitzenden wurden Bärbel Herfel und Winfried
Vogel. Der Schatzmeister Cord Henning Knospe wurde in Abwesenheit
mit dessen Einverständnis in seinem Amt bestätigt. Für
die 3000 DM, die in der CDU-Kasse sind, konnte ihm jedoch keine Entlastung
erteilt werden. Die drei Beisitzer wurden teilweise ebenfalls in Abwesenheit
gewählt: Heiko Siemens, Thomas Comichau und Josef Mende. Der
Posten des schriftführers bleibt vakant. Nach der verlorenen
Wahl will die CDU Wangerooge weder den Kopf in den Sand stecken, noch
Antipolitik betreiben, sondern sachliche und personelle Alternativen
aufzeigen. Die Leute dafür haben wir, so fasste Drees die
momentane Stimmungslage zusammen. Auch Fraktionsvorsitzender Jürgen
Wiebach zeigte sich zuversichtlich, Punkte der CDU in Ausschuss- oder
Ratssitzungen durchzusetzen, da er nach Vorgesprächen keinen
Kadavergehorsam bei den SPD-Ratsleuten erkennen kann.
Deutliche Worte wurden gerichtet an den Kreisvorsitzenden Günter
Finke, der einer Wiederholten Einladung diesmal Folge leisten konnte.
Wir sind zornig, dass Bärbel Herfel durch die eigene Partei
um einen Listenplatz im Kreis gebracht worden ist, schimpfte
Drees. Auch Bärbel Herfel konnte nich einsehen, warum sie nicht
auf Platz 3 der Liste gesetzt wurde:Wangerooge hat vorher den
dritten Listenplatz gehabt. Immerhin hat Wangerooge proportional viele
Mitglieder. Wir fühlen uns in dieser Familie CDU stiefmütterlich
behandelt. Tatsache ist, dass die mitgliederstärksten Verbände
in Jever (130 Mitglieder) und Wangerland (180 Mitglieder) die wenigsten
Abgeordneten in den Kreistag gebracht haben. Fraktionsvorsitzender
Jürgen Wiebach möchte ein ähliches Debakel beim nächsten
Wahlgang vermeiden und schlug daher vor, einen Antrag für den
nächsten Kreisparteitag zu formulieren, wonach die paritätische
Gleichbehandlung berücksichtigt wird, so dass Wangerooge wieder
ein dritter Listenplatz zusteht.
Neue Ergebnisse zur Ferienordnung konnte Drees noch nicht vermelden.
Aber er wußte zu berichten, dass Insemarie Ortgies versucht,
mit dem Ministerium einen Kompromiss auszuhandeln. Danach sollen nicht
mehr zwei, sondern nunmehr drei Wochen Ferien verschoben werden dürfen.
Günter Finke bestätigte die Schwierigkeit, junge Leute für
die Parteiarbeit zu motivieren. Hinzu komme, dass die Fluktuation
wegen der Berufsausbildung sehr hoch sei. So gäbe es in Friesland
derzeit nur 27 Mitglieder der Jungen Union und nur wenige davon seien
aktiv. Das Mindestalter ist auf 16 Jahre begrenzt, das Höchstalter
auf 35 Jahre. Der Beitrag ist mit zwölf DM pro Jahr eher angemessen
als 60 Euro für CDU-Mitglieder. Angeregt wurde, im CDU-Schaukasten
in Zukunft stärker für die Ausschusssitzungen zu werben,
weil die Bürger hier am ehesten die Möglichkeit hätten,
noch Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen. Hingewiesen werden soll
auf zwei Termine: Statt einer Weihnachtsfeier gibt es wieder einen
Neujahrsfrühschoppen im Tschacko am Sonntag, 13.1.
2002 ab 11 Uhr. am 1. und 2.2. 2002 tagt der Landesvorstand der CDU
Oldenburg auf Wangerooge.