Auch Schulausschuss tagte über Inselferien
Sonderpädagogische Grundversorgung gewährleistet -
Sportplatzsanierung 2002
(pku) Auch der Schulausschuss der Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge
unter dem Vorsitz vom stellvertretenden Bürgermeister Uwe Osterloh
musste sich mit dem leidigen Thema der Ferienregelung beschäftigen.
Mit allseits großer Verwunderung wurden die Beschlüsse
des Niedersächsischen Kultusministeriums (NWZ berichtete) nur
noch 14 Tage von den Sommerferien abzuhängen und entweder an
die Herbstferien zu hängen oder 14 tägige Halbjahresferien
zu schaffen, vom Ausschuss aufgenommen. "Dies ist ein Rückschritt
in das Jahr 1958, wo erstmals 2 Wochen geschoben wurden", sagte
Stefan Pinkenburg als Elternvertreter der Grundschule. "Zudem
ist diese vom Kultusministerium geforderte neue Ferienregelung pädagogisch
nicht sinnvoll", stellte Uwe Osterloh fest. Nach 4 Wochen Unterricht
schon wieder Ferien oder gar eine Unterrichtszeit von ungünstigen
Falls bis zu 19 Wochen ohne Ferien, das kann es nicht sein. Grundschule
und Inselschule haben nun auf der Grundlage der Vorgaben des Kultusministeriums
eine Ferienreglung erarbeitet, bei der für 2002 zumindest zunächst
alles beim alten zu bleiben scheint. Im Wechsel sollen diese 14
Tage von den Sommerferien mal in den Herbst, mal an die Halbjahreszeugnisse
gestellt werden. Die Frühjahrsferien für 2002 stehen.
Für das Schuljahr 2002/2003 würden die Herbstferien wie
bislang um 14 Tage auf 4 Wochen verlängert werden. 2003 gäbe
es dann keine Ferien im Februar und nur 14 Tage im Herbst. Für
das Schuljahr 2003/2004 würden dann direkt nach den Halbjahreszeugnissen
erstmals 14 Tage Halbjahresferien eingeführt werden, und für
das Schuljahr 2003/2004 gäbe es dann wieder 4 Wochen Herbstferien.
Daraus ergibt sich alle 2 Jahre die alte Ferienregelung, aber auch
alle 2 Jahre keine Ferien im Februar und nur 14 Tage Herbstferien.
Unter dem Vorbehalt, dass die Gesamtkonferenzen, Inselschule am
Dienstag und Grundschule am Montag, eine gemeinsame Entscheidung
zu dieser Ferienreglung beschlossen haben, schließt sich auch
der Schulausschuss der Gemeinde dieser Regelung an.
Nachdem sowohl Grundschule als auch Inselschule dem Modell der sonderpädagogischen
Grundversorgung auf der Insel Wangerooge bereits zugestimmt hatten,
gab nun auch der Schulausschuss, stellvertretend für die Gemeinde
als Schulträger der Grundschule sein o.k. . Das letzte Sondermodell
war nur auf 5 Jahre beschränkt gewesen und lief am 31.07.2001
aus. Im neuen überarbeiteten Sondermodell gibt es keine Fristenbegrenzung
mehr. "Damit ist die sonderpädagogische Grundversorgung
für die Schulen auf Wangerooge dauerhaft gewährleistet.
Dies ist ein erheblicher Fortschritt", stellte Uwe Osterloh
fest. "Der sonderpädagogische Förderbedarf im Kindergarten
ist für die Zukunft jedoch noch zu klären".
Eigentlich sollte 2001 der Sportplatz der Insel saniert werden.
Der Auftrag war auch schon ausgeschrieben und die Kosten beliefen
sich auf 179.500 DM an denen die Gemeinde auch einen Teil tragen
soll. Wegen des dringend Sanierungsbedarfes einer Sporthalle am
Festland musste der Landkreis die Sportplatzsanierung auf Wangerooge
dann jedoch ins Jahr 2002 schieben. Der Schulausschuss sieht auch
den Bedarf der Sanierung des Sportplatzes und bittet auch den Rat
dafür Mittel im Haushalt 2002 zur Verfügung zu stellen,
möchte sich aber auch noch weiter mit dem Landkreis über
die Sanierungsmaßnahe beraten.