KÜSTENSERVER   -   Der Online-Anzeiger   -   Postfach 324   -  26477 WANGEROOGE
zurück
Leitseite
Wangerooge News
Prospektorder
vor

 

Geplanter Supermarkt ein "Riesenklotz" ?
Reiterpension in Gefahr? Bauausschuss diskutierte Bebauungspläne

Jow Wangerooge. Der im Bereich Bahnhof / Siedlerstraße geplante neue Supermarkt bereitete den Mitgliedern des Bauausschusses am vergangenen Mittwoch buchstäblich Bauschmerzen: Der neue Gebäudekomplex soll eine Gesamtfläche von 1400 qm2 aufweisen und wird deshalb eine Gesamtlänge von rund 75 Metern umfassen. "Das wird ein Riesenklotz," befürchtete CDU-Mann Detlef Engelmeier. Bei einer Gebäudehöhe von mindestens 10 m und einer Zweigeschossigkeit könne hier ein "Riesenriegel" entstehen. "Dieser Anblick könnte unseren Gästen nicht unbedingt gefallen," meinte Engelmeier weiter. Allerdings signalisierte Lutz Winter vom Planungsbüro Thalen sofort die grundsätzliche Kooperationsbereitschaft des Investors, die oberen Stockwerke des Lebensmittelmarktes so zu gestalten, dass ein "klotziger Gebäudeanblick weitgehend verhindert wird" (Thalen). Die Länge des Gebäudes, die um die Hälfte über den sonst üblichen 50 m läge, sei jedoch unvermeidlich, um eine Verkaufsfläche von rund 1000qm2 gestalten zu können, so der Planer weiter. Auch sollte das erste Gebäudestockwerk nur als Wohnung für betriebseigenes Personal genutzt werden.
Obwohl sich der Bauausschuss letztendlich dazu durchringen konnte, den 6. Änderungsvorschlag an den Rat weiterzureichen, bestand die CDU-Fraktion auf Offenlegung des geplanten Bauvorhabens: "Wir wollen nicht Tür und Tor öffnen, bevor wir nicht genau über die Ziele der Bundesbahn informiert sind," bekräftigte Engelmeier abschließend.
Weiteres Konfliktpotential steckt auch immer noch in der Reiterpension der Familie Janssen. Durch die Neugestaltung des Bebauungsplanes Nr. 18, der die Fläche zwischen Rösingstraße und Siedlerstraße als Mischgebiet ausweist, könnte die Haltung der pensionseigenen Pferde gefährdet sein. Obwohl der Bausschuss der Meinung ist, dass sich aufgrund einer seit Jahren gewachsenen Nachbarschaft keine Beschwerden wegen der Reitaktivitäten auf dem Hof ergeben werden, sieht das Lutz Winter anders: "Pferdehaltung in einem Wohngebiet ist grundsätzlich problematisch und man muss mit gerichtlichen Auseinandersetzung rechnen, falls es Beschwerden von Anwohnern geben sollte," betonte der Bauplaner. Nun soll ein weiteres Gutachten über die Verträglichkeit der Tierhaltung und des Reitbetriebes in dem Wohngebiet entscheiden. "Wir wissen jedoch bereits, was wir wissen wollen," wehrte sich Dieter Gebhards als Vorsitzender des Bauausschusses. Man wolle an der jetzigen Situation nichts ändern, sondern das Reitangebot erhalten, so Gebhards abschließend.
Nägel mit Köpfen will der Ausschuss hinsichtlich der "wilden" Werbung machen, die mit Aufstellschildern, Plakaten und selbstgezimmerten Holzkästen das Wangerooger Ortsbild verschandeln: Um künftig eine rechtliche Grundlage zur Aufstellung von Werbeanlagen aller Art zu haben, stellte Andreas Wiethop vom Stadtplanbüro Bohner ein umfangreiches Regelwerk vor, das jetzt möglichst schnell durch die Gremien gebracht und verabschiedet werden soll.

 

 

zurück Leitseite
Prospektorder vor


Page maintained by Heino Plagenz, kuestenserver@online.de
Copyright(c) Küstenserver GbR. - Postfach 324 - 26477 Insel Wangerooge
All rights reserved. Alle Rechte vorbehalten. Created: 25.10.97 Refreshed: 04.07.99