Herbe Kritik an der Kurverwaltung
BfW möchte Dienstleistungen für Gäste verbessern
- Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der BfW (Bürger
für Wangerooge)
wurde erneut das Wahlprogramm diskutiert. Dabei standen die
Sicherung und
Verbesserung der Existenzgrundlage der Wangerooger Bürger
im Vordergrund.
Bemängelt wurde der Personalabbau, der bei den Strandwärtern
und den
Bediensteten im Kurmittelhaus zu Demotivation und verschlechtertem
Service
geführt habe. Weder die mangelnde Strandüberwachung
noch die langen
Wartezeiten im Kurmittelbereich seien für die Gäste
nachvollziehbar. Die
Kurverwaltung arbeite schwerfällig, nicht flexibel genug
und verlasse sich zu
sehr auf Privatinitiativen, meinte Dieter Gebhards. Er möchte
lieber das
Angebot für die Gäste ausweiten. Das Geld hierfür
will er durch ein
Zurückschrauben des Dorferneuerungsprogramms flüssig
machen. Ideal wäre
seiner Meinung nach, das Kurhaus in einen multifunktionalen
Raum umzuwandeln,
so dass hier auch Tagungen stattfinden könnten. Außerdem
müsse ein
transparentes Konzept her, "damit individuelle Ideen
unterstützt und
ausgebaut werden könnten", sagte Karl-Heinz Warnecke.
So würden durch
Raumteilungen mehrere Bastelangebote gleichzeitig laufen können.
Durch
verbesserte Wellness-Angebote könnten Abwanderungsbewegungen
zu Konkurrenten
oder anderen Inseln unterbunden werden, schlug Bodo Richards
vor.
Unterstützung gab es bei den Anwesenden für den
Bau eines Kinderspielhauses,
für den geplanten 9-Loch-Golfplatz (Gebhards:"Lieber
zwanzig Gäste als 120
Kühe.") und für ein Angebot an Gewerbeflächen,
wobei aber überflüssige und
überschüssige Bebauung nicht zugelassen werden soll.
Richtig sei, dass Herr
Ederer Interesse angemeldet habe an einem größeren
Sparmarkt im Dreieck
Siedlerstraße/ Rösingstraße. Gebhards unterstützt
auch dieses Anliegen, zumal
dann für die Anwohner in der Charlottenstraße Ruhe
einkehren würde.
Weiterverfolgt werden sollen auch die beiden Themen "Ortsnaher
Hafen" und
"Teilungsgenehmigungen für Wohneigentum". Eine
Änderung der diesbezüglichen
Wangerooger Satzung sei nötig zum Schutze der Wangerooger
Bürger, so
Gebhards.