Bebauungsplan in der vorletzten Runde
Einigkeit im Ausschuss
- Hinsichtlich des Bebauungsplans Nr. 18 "Rösingstraße/
Siedlerstraße" "ist
es zu einigen Irritationen gekommen", berichtete Bürgermeister
Holger Kohls
auf der letzten Bauausschusssitzung, "denn in der gutachterlichen
Stellungnahme der Landwirtschaftskammer kam zum Ausdruck, dass das
Gulfhaus
untypisch für die Insel sei." Die Mitglieder des Ausschusses
sehen aber weder
dessen Existenz als gefährdet, noch wollen sie den Reitbetrieb
unterbinden.
Auch die Boxen sollen erhalten werden und als Nebenanlagen im Bebauungsplan
besonders gekennzeichnet werden. Einig sind sich die Mitglieder auch,
was den
südlichen Bereich betrifft: Sie wollen keinen Verdrängungswettbewerb
in Bezug
auf bereits vorhandene Lebensmittelmärkte, keine Gebäudelängen
von 75m und
keine Gebäudehöhen von 12,50 m. Da aber weder vom Eisenbahnbundesamt
eine
Stellungnahme zum Beispiel hinsichtlich der zukünftigen Gleislänge
auf diesem
Grundstück vorliegt und auch über die Größe der
vorgesehenen Verkaufsfläche
(maximal sind 700 m² möglich) und die Grünflächenausweisung
noch nicht
entschieden wurde, soll in nicht öffentlicher Sitzung weiter
beraten werden
und möglichst zeitnah eine Bauausschuss-Sondersitzung einberufen
werden,
damit "das Thema endlich vom Tisch ist", so Detlef Engelmeier.
Um die Flut
der Werbeflächen in den Griff zu bekommen, wird der Ausschuss
in der nächsten
Sitzung eine umfangreiche Satzung über örtliche Bauvorschriften
beschließen.
Danach müssen - so wie auf den benachbarten Inseln - Werbeflächen
vor deren
Plakatierung genehmigt werden. Zur Zeit ist nur etwa die Hälfte
dieser
Flächen genehmigt. "Die andere Hälfte hat auf jeden
Fall Bestandsschutz.
Gedacht ist insgesamt an eine Hinweisbeschilderung wie an der oberen
Strandpromenade eventuell für das ganze Dorf", so Kohls.
Die Mittelsäule des
Brunnens am Appellplatz, Streitobjekt der Vergangenheit, weist einen
Mangel
auf und soll nicht durch eine neue ersetzt werden. Favorisiert wird
statt
dessen der Vorschlag des Büros Bohner aus Varel: ein vor Reichtum
und Fülle
überquellender Kelch. Auf Kelch- und Brunnenrand könnte
jeweils ein
Austernfischer sitzen, für die es auch schon Sponsoren aus der
hiesigen
Geschäftswelt gäbe. Über ein Kaufangebot bundeseigener
Liegenschaften auf
Wangerooge wird Mitte des Monats beraten. Bis dahin soll eine
Erhaltungssatzung beschlossen sein, die unter anderem den Bestand
der
Mietbewohner sichern soll.