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SPD Wangerooge stellt Wahlprogramm vor
Mietwohnungsbestand, Gewerbegebiet und Neuwahlen weitere Themen bei
Jahreshauptversammlung

- Foto (von links). Petra Osterloh, Uwe Osterloh, Bettina Wünsche, Rolf
Wilhelmi, Rosemarie Gause, Hans-Jürgen Kobau, Adolf Wilhelmi.
- Auf der Jahreshauptversammlung der SPD stellte der Fraktionsvorsitzende Uwe
Osterloh stichpunktartig das Wahlprogramm für die kommende Kommunalwahl im
September vor. Danach müsse der Haushalt weiter konsolidiert, die Inselcard
positiv "verkauft", für die Jugendlichen mehr getan, die Dorferneuerung
weiter fortgeschrieben und der Nationalpark nicht als Konkurrent, sondern als Pfund betrachtet werden, mit dem geworben werden könne. Unter dem
voraussichtlichen Slogan "SPD - Das Beste für Wangerooge" wird es
verschiedene Veröffentlichungen geben in Form von Flugblättern, in denen auch
die Kandidaten mit Fotos vorgestellt werden. Zum Thema Gewerbegebiet äußerte
sich auch der anwesende Bürgermeister und parteilose Bürgermeisterkandidat
der SPD Holger Kohls: "Gegenüber den bestehenden Betrieben haben wir
Verpflichtungen. Außerdem gibt es eine Firma vom Festland, die eine
Niederlassung auf der Insel errichten möchte." Da die 19 anwesenden
Mitglieder sich einig waren, ein Gewerbegebiet nicht gegenüber der
Müllpressstation anzusiedeln, suchte man nach Alternativen. Ein Standort im
Westen schied dabei ebenso aus wie einer westlich des Dammes zum Flugplatz
wegen einer Überschneidung der Nationalparkzonierung. Bleiben nur noch zwei
Möglichkeiten: Entweder das im Bebauungsplan 18 ausgewiesene Mischgebiet an
der Siedlerstraße oder das Gebiet westlich des Lokschuppens. Für diesen
Bereich sieht Kohls jedoch Schwierigkeiten im Zusammenhang mit einem
ortsnahen Hafen, denn "dieses Thema ist immer noch nicht vom Tisch." Die
Mitglieder einigten sich trotzdem auf eine Ortsbegehung. Bei den schwierigen
Gesprächen zum Mietwohnungsbestand in der 30. Kalenderwoche zwischen der
Gemeinde und dem Bundesvermögensamt will sich Bundestagsabgeordnete Gabriele
Iwersen als Vermittlerin zur Verfügung stellen. Kohls verlangte, dass bei
diesem Gespräch das Wertgutachten für die 22 Wohneinheiten offen gelegt wird,
bevor Verhandlungen aufgenommen werden. Vor dem Hintergrund, dass es Mieter
gibt, die 30 DM pro m² für Ferienwohnungen bezahlen, weil sie keinen Wohnraum
finden, ist die Gemeinde als potentielle Käuferin mit Vorkaufsrecht natürlich
interessiert, jedoch nicht zu den jetzigen Bedingungen. 3,4 Millionen DM plus
sämtlicher Nebenkosten sind indiskutabel. "Die Gemeinde kann auch
Wohnungsbaugesellschaften benennen und hätte dann Belegungsrechte, die
allerdings auch gekauft werden müssten", so Iwersen. Michael Strahlmann wäre
aber bei Wohnungsbaugesellschaften vorsichtig. "Sie neigen zu Fusionen und
wachsen zu Molochen. Sie haben auf Grund ihrer Größe kein Interesse sich mit
speziellen Fragen der Insel auseinanderzusetzen." "Fest steht, dass die
jetzigen Mieter auf jeden Fall für weitere fünf Jahre wohnen bleiben dürfen
und sich bislang noch ruhig verhalten, da sie wissen, dass neue Verhandlungen
anstehen", erklärte Kohls. Bevor der Vorstand neu gewählt wurde, berichtete
die erste Vorsitzende Rosemarie Gause über weitere Themen, die zur Zeit noch
kontrovers diskutiert werden: Jade-Weser-Port - hierzu- wird es im Juli einen
Themenabend geben -, Golfplatz und Offshore-Windpark. Osterloh berichtete
über Anträge, die von der SPD im Rat eingebracht und und schließlich auch
positiv entschieden wurden: "Die Kindergartengebühren wurden vernünftig
gestaffelt. Das Gewerbegebiet ist dort, wo es geplant war, nicht entstanden.
Ein Jugendraum wurde zur Verfügung gestellt, in der Turnhalle wurden die
Umbauten begonnen und die Richthofenstraße wird saniert. Eine
Inline-Skater-Bahn wurde zwar mehrfach beantragt, die Verhandlungen hierzu
sind jedoch noch nicht abgeschlossen." Eine vorübergehende Nutzung des
Flugplatzgeländes ab 19 Uhr ist grundsätzlich möglich, wenn Fragen der
Aufsichtspflicht geklärt sind. Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus:
Rosemarie Gause (1. Vorsitzende), Uwe Osterloh (2. Vorsitzender), Rolf
Wilhelmi (Kassenwart), Petra Osterloh (1. Schriftführerin), Hans-Jürgen Kobau
(2. Schriftführer), Bettina Wünsche (1. Beisitzerin), Adolf Wilhelmi (2.
Beisitzer). Revisoren wurden Hans-Heinrich Deyda und Michael Strahlmann.

 

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