Greenpeace-Schiff Beluga macht auf Wangerooge fest
Sonntag bis Dienstag Ausstellung zu Offshorewindparks
im Wangerooger Hafen
(pku) Die Umweltorganisation Greenpeace startete in der vergangenen
Woche auf der Insel Juist eine vierwöchige Schiffstour entlang
der ostfriesischen Inseln und Sylt, um Bewohner und Touristen über
die Chancen und Risiken so genannter Offshore-Windanlagen zu informieren.
Mit dem historischen Segelschiff "Anna", und dem Greenpeace
Aktionsschiff "Beluga" soll die Fahrt von Juist über
Borkum, Norderney, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge bis Sylt gehen.
Von Sonntag Mittag bis einschließlich Dienstag macht die Beluga
dabei im Wangerooger Hafen fest, an Bord eine Ausstellung zum Thema
Chancen und Risiken von Offshore-Windparks.
Greenpeace unterstützt den Ausbau von Offshore-Wlndparks, hat
jedoch auch strenge ökologische Rahmenbedingungen gelegt. Die
Offshore-Windparks sind ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz
und den raschen Ausstieg aus der Atomenergie. Die Informationstour
mit dem Schiff "Beluga" soll helfen, den Aufbau dieser Technologie
umweltverträglich und unter Einbindung der regionalen Bevölkerung
voran zu treiben.
Zur Zeit liegen zehn Anträge für Offshore-Wirdparks auf
der Nordsee und fünf für die Ostsee vor. Die ersten Teilerrichtungsgenehmigungen
für Pilotprojekte vor Borkum und Helgoland werden voraussichtlich
noch im Laufe des Jahres 2001 vom Bundesamt für Seeschifffahrt
und Hydrografie (BSH) erteilt.
"Nur wenn wir die Windkraft auf See zur Energiegewinnung nutzen,
kann Deutschland seine Klimaschutzziele noch erreichen", sagt
Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. "Viele Menschen können
sich aber unter einem Windpark vor der Küste noch nicht viel
vorstellen. Wir wollen deshalb den Dialog zwischen den Menschen aus
der Region, Touristen, Investoren und Windenergieexperten verstärken."
"Touristen und Insulaner sind eingeladen sich innerhalb der drei
Tage die Ausstellung an Bord anzuschauen, zu informieren und mit unseren
Experten zu diskutieren."