Veräußerung bundeseigener Liegenschaften
auf Wangerooge
Wohnraum soll erhalten werden
- ren - Wangerooge. Seit Anfang 1996 laufen Bemühungen des
Bundesvermögensamtes Wilhelmshaven sich von Liegenschaften durch
Verkauf zu
trennen. Ursprünglich waren auf Wangerooge 45 Mietwohnungen betroffen.
Zwischenzeitlich konnten mit einigen Mietern und nach Auszug von Mietern
auch
mit Wangeroogern Kaufverträge über die Mietwohnungen geschlossen
werden.
Derzeit sind noch 22 Wohneinheiten im Karree Friedrich-August-Straße/
Rösingstraße/ Charlottenstraße betroffen. Die Oberfinanzdirektion
Magdeburg
hat zwischenzeitlich wegen angesprochener Baumängel eine Überprüfung
der
Wertermittlung durch das Staatshochbauamt Aurich veranlasst. Mit Vorliegen
dieser überarbeiteten Wertermittlung und neuerer Mietzinsübersicht
sollen die
Verhandlungen über einen Erwerb der Liegenschaften auf Wunsch
der Gemeinde
fortgeführt werden. Da die Inselgemeinde Langeoog mit der gleichen
Thematik
befasst ist, haben intensive Konsultationen stattgefunden. Auf jeden
Fall
muss verhindert werden, dass private Erwerber diese Wohnungen auf
Sicht
gesehen der fremdenverkehrlichen Vermietung zuführen, denn "es
kann überall
angebaut werden. Außerdem sollte der Bund behilflich sein Wohnraum
für die
Insel zu erhalten", äußerte sich Detlef Engelmeier
(CDU). Der Umwelt-, Bau-,
Planungs- und Feuerwehrausschuss empfiehlt dem Rat daher einstimmig
städtebauliche Maßnahmen im Sinne des § 165 Abssatz
4 BauGB vorzusehen mit
dem Ziel die Deckung des erhöhten Bedarfs an Wohnungen zu sichern.
Zu diesem
Zweck müsste der Gemeinderat der vorgelegten Satzung über
das Vorkaufsrecht
ebenfalls zustimmen.