Neuer Supermarkt auf Wangerooge?
Die DB-Immobilie an der Siedlerstraße soll verkauft werden
- ren - Wangerooge. An der Ecke Siedlerstr./Carstenstr.(ADN) soll
nach
Vorstellungen der Firma Thalen Consult, Oldenburg ein neuer Lebensmittelmarkt
mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1000 m² entstehen
ergänzt durch Shops
mit einer maximalen Grundfläche von 400 m². ""n
Anlehnung an die umgebende
Nutzung soll die Änderung der jetztigen Nutzung der angrenzenden
Grundstücke
zu mehr Wohnbereichen angeschoben werden"" so der vortragende
Planer Lutz
Winter. Die jetzt betriebenen gewerblichen Aktivitäten sind mit
einer Wohnnutzung verträglich, da es sich um "nichtstörende
Kleingewerbe" handelt, denen ein erweiterter Bestandsschutz eingeräumt
wird. In allen Bereichen des Bebauungsplans18 "Rösingstr./Siedlerstr."
ist eine maximale Zweigeschossigkeit zulässig. "Eine städtebauliche
Fehlplanung" wie bei der verdichteten Bauweise am Jadehörn
"soll aber in Zukunft vermieden werden", so Winter. Bei
der anschließenden Aussprache gab Bürgermeister Holger
Kohls die
gespaltene Situation des Rates zu bedenken:"Wir reduzieren hier
Gewerbeflächen, haben aber keine anderen. Das heißt ja
nicht, dass man den Zustand (der jetzigen Gewerbebetriebe) so belässt."
CDU-Ratsherr Jürgen Wiebach möchte "die wenige Fläche
auch weiterhin nutzen dürfen" und legt Wert darauf, dass
"die Überwegung" des Schienenstrangs, der 25 m ins
benachbarte "Königs-Gelände" hineinragt, "bei
Festsetzung des Bebauungsplans geregelt ist. Das Schienenstück
muss bestehen bleiben, damit ein kompletter Zug ins Parallelgleis
einfahren kann. Wiebach möchte auch das ca. 500 m² große
Eckgrundstück, das jetzt von Firma Tholen genutzt wird, zukünftig
als Gewerbegebiet ausweisen und nicht als Wohnfläche, wie von
Firma Thalen vorgeschlagen. Latenten Konfliktstoff bietet die als
Sondergebiet ausgewiesene "Reiterpension", in der bis zu
23 Pferde untergebracht werden dürfen. Auch wenn sich die Nachbarschaft
über 20 Jahre verfestigt hat, ist im Vorfeld ein neues Gutachten
vonnöten, dass Emissionen bei Offenstallhaltung und Staubentwicklung
bei Reitbetrieb messen soll. Denn wenn die Nachbarn wechseln, muss
es eine Rechtsgrundlage geben. Unklar ist noch die Nutzung des
angrenzenden Grundstücks König. Der Besitzer hat aber bereits
Kontakte zur Gemeinde aufgenommen um über die eventuelle Anlage
eines Dünenparks zu verhandeln. Alle Überlegungen sollen
als Beschlussvorlage zusammengefasst werden für die nächste
Ausschusssitzung, zu der auch die Satzung vorliegen soll.