Aus dem Bericht des Bürgermeisters
Am 18.1. wurden in gut drei Stunden mit drei Landtagsbeamten der
SPD, Herrn
Jörn vom Umweltministerium und Frau Remmers von der Nationalparkverwaltung
insgesamt 24 Punkte zur Novellierung des Nationalparkgesetzes erörtert.
Vorrangig ging es hierbei um das Betretungsrecht der Ostspitze der
Insel.
Bislang nicht realisieren lässt sich der Wunsch der Gemeindevertreter
dieses
Gebiet außerhalb der Brut- und Rastzeiten begehbar zu machen,
obwohl sich das
eigentliche Vogelschutzgebiet nur im südöstlichen Teil befindet.
Außerdem sei
sichergestellt, dass "das sogenannte Sandwatt grundsätzlich
kein geschützter
Bereich ist", so Kohls. Ebenso negativ wurde über das Begehren
eines
ortsnahen Hafen entschieden. Allerdings sagten die Vertreter der
Landesregierung ihre Unterstützung zu, "wenn es Probleme
geben sollte"
(Kohls). Erfreulicherweise soll jedoch das Antragsverfahren für
die
Off-shore-Windkraftanlagen Nordergründe neu verhandelt werden.
Des weiteren
berichtete Kohls von Rüstungsaltlasten. So befinden sich auf
dem
Flugplatzgelände unterirdisch nach wie vor vier Tankbehälter
mit 50000 l
Fassungsvermögen. Für die Beseitigung eventueller Altölrückstände
wäre jedoch
die Bezirksregierung Magdeburg zuständig. Seit kurzem gibt es
eine neue
Denkmalliste für die Insel Wangerooge. Danach sind zu Einzeldenkmalen
auserwählt: Haus Elisabeth, Bunker Jadestr., Gedenkstätte
Norddüne Westpfad
und Schulstr. 2 mit Toilettenhäuschen. Als Gruppe baulicher Anlagen
stehen ab
sofort unter Denkmalschutz: Zedeliusstr. 29 und 31, Dorfplatz 14,
16 und 32
mit Grünanlagen. Cafe Pudding mit umliegenden Gebäuden (inklusive
Monopol und
ehemaliger Volksbank), die Jadekaserne mit den Häusern der Charlottenstr.
Nr
27, 29 und 31 sowie den Häusern Nr. 20 und 22 der Rösingstraße.
Auf Anfrage
ist der Platz des diesjährigen Osterfeuers nach Protesten der
neuen Anlieger
des bisherigen Veranstaltungsortes noch offen. Bevorzugt werde jedoch
im
Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde das Gelände
bei der
Müllpressstation. Der Bunker in der Jadestr. Bleibt für
die Jugendlichen
weiterhin gesperrt, da Öfen dort nicht betrieben werden dürfen.
Da kirchliche
Räume zum Üben nicht genutzt werden können, bietet
Kohls für die Wintermonate
den Großen Kursaal zum Üben unter Aufsicht an. Der Entwurf
des Regionalen
Raumordnungsprogramms (RROP), der sicherlich noch reichlich Konfliktpotential
bietet wird zunächst nur zur Kenntnis genommen und zu einem späteren
Zeitpunkt in den entsprechenden Gremien vorgestellt und diskutiert.
Angeregt
wurde die seit Sommer 2000 freigelegten Haushaltsgegenstände
des ehemaligen
Bündner Heims am alten Ostanleger zu beseitigen. Hierbei verwies
Kohls auf
die Zuständigkeit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises
Friesland.
Die findet übrigens die geplante Aufstellung einer Schutzhütte
hinter dem
Cafe Neudeich landschaftsungestaltend. Uwe Osterloh regte in Absprache
mit
Vertretern der anderen Parteien an, die Aktion Frühjahrsputz
des Jeverschen
Wochenblatts zu unterstützen. So sollten sich am Freitag, 9.3.
die Schulen
und am Samstag, 10.3. die Erwachsenen mit den Jugendlichen an der
Säuberungsaktion beteiligen.