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"Unbefriedigendes Wirtschaftsjahr"
Wangerooger Werksausschuss zieht Bilanz - WangeroogeCard kommt zu spät


Auf ein "unbefriedigendes Wirtschaftsjahr 2000" blickt der Werksausschuss der Kurverwaltung Wangerooge zurück: Rund 1.6 Millionen Mark müssen an Zuschüssen beantragt werden. "Allein durch die um sechs Monate verzögerte Einführung der WangeroogeCard sind uns 700.000.- DM an bereits eingeplanten Kurbeiträgen entgangen", bilanzierte Wilhelm Janssen, stellvertretender Kurdirektor. Bedingt durch das schlechte Sommerwetter ist auch ein schmerzhafter Rückgang der kurbeitragszahlenden Gäste zu verzeichnen: Rund 20.3% weniger Tagesgäste besuchten die Insel und auch die Zahl der Langzeitgäste ist mit 3.4% rückläufig. "Wir müssen Wangerooge noch interessanter machen", betonte Bürgermeister Kohls. Zu diesen notwendigen "Schönheitsoperationen" zählen auch die Sandauffahrmassnahmen, die mit rund 675.000.- DM zu Buche schlagen. Da nur 100.000.- DM im Haushalt veranschlagt waren, wird jetzt eine Zwischenfinanzierung notwendig. "Aber das ist normal und zu schaffen", unterstrich Wilhelm Janssen. Dieser Ansicht schloss sich der Werksausschuss einstimmig an und reichte den Wirtschaftsplan an den Rat weiter.
Eine "sehr positive Tendenz" zeigt die Mutter-Kind-Klinik "Villa Kunterbunt": Mit einer Auslastung von 95% im Jahr schreibt die Einrichtung schwarze Zahlen. "Die MuKi rechnet sich nach wie vor," meinte BM Kohls, der nicht ohne Stolz daraufhin wies, dass in der "Villa Kunterbunt" 25 zusätzliche Dauerarbeitsplätze auf der Insel geschaffen werden konnten.
Um die gute Auslastung auch in den Monaten außerhalb der Saison halten zu können, bietet die Mutter-Kind-Klinik jetzt jährlich 15 Kurgänge an: "Auch im Dezember und Januar ist Wangerooge reizvoll," betrieb Janssen ein wenig Eigenwerbung.
Insgesamt müssen alle Inseln um den Gast kämpfen: Immerhin bleiben dank eines großen Stammgastpotential die Übernachtungszahlen - trotz einer insgesamt kürzeren Verweildauer - auf Wangerooge konstant. Dies soll sich durch die Einführung der WangeroogeCard auch nicht ändern: Vielmehr sollen durch die beabsichtigte "Kurbeitragsehrlichkeit" (Kohls) Gelder fließen, die wiederum in Srviceprojekte investiert werden sollen.
"Wir sind verhalten optimistisch, dass die Einführungskosten von 1.5 Millionen DM in fünf Jahren abgezahlt sind," meinte Bürgermeister Kohls. Im Haushaltsplan sind dafür jährlich 300.000.-DM eingestellt.
Des weiteren stellte der Werksausschuss weitere Sanierungsprojkete vor, die die Attraktivität der Inseleinrichtungen erhöhen sollen: "So schnell wie möglich, aber spätestend in der zweiten Hälfte des Jahres 2001" (Kohls) soll im Schwimmbad eine Blockhaussauna und eine Dampfhütte entstehen. Auch der Schwitzraum der vorhandenen Sauna soll, ebenso wie der Eingangsbereich des Schwimmbads, erneuert werden. "Wir müssen unseren Service am Gast weiter perfektionieren," so Kohls weiter. Der Wirtschaftsplan wurde einstimmig an den Rat weitergereicht.

 

 

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