Nationalparkvertrag
Einstimmig billigte der Wangerooger Gemeinderat die neue
Kooperationsvereinbarung zum Betrieb des Wangerooger Nationalparkhauses
Rosenhaus zwischen der Nationalparkverwaltung, dem Mellumrat,
dem
Naturschutzbund (Nabu) und der Inselgemeinde. Jetzt kam Umweltminister
Wolfgang Jüttner auf die Insel, um dabei zu sein, wenn die
Leiterin der
Nationalparkverwaltung, Dr. Irmgard Remmers und Bürgermeister
Holger
Kohls das Vertragswerk unterzeichnen. Er freue sich, zu diesem Anlass
auf der Insel zu sein, obwohl ich eigentlich nur komme, um
Geld
abzugeben., sagte Jüttner. Denn das Land stocke für
die zehnjärige
Laufzeit des Abkommens seinen jährlichen Zuschuss um 10.000.-
DM auf
142.000.- DM auf. Damit trage das Land 80% der Kosten für das
Wangerooger Nationalparkhaus. Der Minister war sich aber mit Kohls
und
den Vertretern von Mellumrat und Nabu darin einig, dass dieses Geld
gut
angelegt sei. Die Leiterin des Rosenhaus, Regine Leicht, setze sich
nicht nur für die Nationalparkidee ein, sondern ihre Arbeit
zeige auch,
dass Nationalpark und Naturschutz ein wesentlicher Faktor des Tourismus
auf den Inseln seien.
Die Verteter der Naturschutzverbände, Dr. Jörn Vreede
vom Mellumrat und
Hans-Jörg Helm vom Nabu nutzten den Besuch des Ministers, um
deutlich
zu machen, dass die touristische Nutzung der Natur nicht zu deren
Verbrauch führen dürfe, während Kohls die Interessen
der Gemeinde an
Gestaltungsmöglichkeiten hervorhob.
von Walter Dressel