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Sozialausschuss

Nicht mit Zähnen und Klauen, aber mit vielen guten Argumenten
verteidigten die Klassensprecher der Klassen 9 und 10 der Inselschule
ihr Paradies auf der letzten Sitzung des Wangerooger Sozialausschusses.
Das Paradies ist für sie und viele andere Jugendliche auf Wangerooge der
Bunker an der Jadestrasse. Stillschweigend duldeten der Inselrat und die
Verwaltung, dass sich in dem Bunker Jugendliche trafen und die Räume als
"Jugendtreff" nutzten. Jetzt wurde dieser Gebrauch ganz offiziell
öffentlich, weil sich Anwohner über eine Fete beschwerten, weil es
Unstimmigkeiten unter den Nutzern gab, die sie von der Gemeinde
geschlichtet haben wollten und nach Ansicht von Ratsfrau Bärbel Herfel
(CDU) vor allem deswegen, weil Ratsherr Uwe Osterloh (SPD) sich "als
Robin Hood aufgespielt" habe und den Bunker öffentlich und auch in der
Presse als Jugendtreff der Gemeinde bezeichnet und seinen Ausbau
gefordert habe. Aber die Gemeinde habe dort keinen Jugendtreff und werde
auch keinen haben. Denn, wie Bürgermeister Holger Kohls bestätigte,
seien weder die Besitz- und Nutzungsrechte am Bunker geklärt, noch
erfülle die Anlage die Forderungen, die an die Verkehrssicherheit, die
Nutzungssicherheit und die Aufsicht für einen Jugendtreff zustellen
seien. Welche Gefahren mit einer Nutzung der Räume bei fehlender
Lüftung, der Gefahr von Bränden und ungesicherten Fluchtwegen bedacht
werden müssen, machte Jürgen Wiebach (CDU) deutlich.
Zwar waren sich alle mit Detlef Schulz (SPD) einig, dass die
Jugendlichen der Insel einen Ort brauchen, an dem sie sich treffen und
aufhalten können, aber eindeutig machte Kohls klar, dass weder der Rat
noch er die Nutzung des Bunkers verantworten könnten. Letztlich trage er
die rechtliche Verantwortung für die Nutzung und alle Gefahren, die
damit verbunden seien, das sei weder zumutbar noch sei er dazu bereit.
So forderte er von den Bunkernutzern, die an der Sitzung teilnahmen, die
Schlüssel ein, um jederzeit Zugang zu haben. Ausserdem sagten Kohls und
die Ausschussmitglieder zu, dass sie sich um eine für alle
zufriedenstellende Lösung bemühen werden.

von Walter Dressel

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