Finanzausschuss
Es wird teuer, auf Wangerooge einen Hund zu halten, von dem "nach
seiner
besonderen Veranlagung, Erziehung und/oder Charaktereigenschaft"
eine
erhöhte Gefahr ausgeht. Das beschloss der Finanzausschuss des
Inselrates
auf seiner letzten Sitzung. 800.- DM im Jahr soll die Jahressteuer
für
solch einen "Kampfhund" künftig betragen, für
seinen zweiten Hund muss
der Halter 1200.- DM zahlen. Reich wird die Gemeinde daran nicht
werden;
auf der Insel gebe es zwei Hunde, die unter diese Gruppe fallen,
teilte
Bürgermeister Holger Kohls mit. Die Steuer für andere
Hunde wird von
75.- DM auf 102.- DM jährlich angehoben. Leider werde sich
mit der neuen
Satzung nichts an der Verschmutzung der Insel mit Hundekot ändern,
bedauerte die Ausschussvorsitzende Bärbel Herfel (CDU). Kohls
verwies
darauf, dass diese Frage in der Satzung für Ruhe - Ordnung
- Sauberkeit
geregelt sei, die Regeln allerdings von Hundehaltern oft nicht
eingehalten würden.
Die neueste Rechtsprechung zwingt die Gemeinde, die Erhebung
Zweitwohnungssteuer neu zu regeln. Nach Urteilen von
Oberverwaltungsgerichten darf diese Steuer nicht mehr pauschal für
das
ganze Jahr erhoben werden, sondern muss sich nach der Zeit richten,
die
sich die Steuerpflichtigen tatsächlich auf der Insel aufhalten.
Der
Kämmerer der Gemeinde, Torsten Stumpf, schätzt, dass diese
Regelung zu
einem Einnahmeverlust von etwa 150.000.- DM im Jahr führe.
Der
Finanzausschuss nahm den Sachstand zur Kenntnis und verwies den
Satzungsentwurf zur weiteren Bearbeitung an die Verwaltung.
Erfreulicher fanden die Ausschussmitglieder die Mitteilung von Kohls,
dass der Landkreis zur Restaurierung des Alten Leuchtturms einen
Zuschuss von 64.000.- DM leisten werde. Ebenfalls erfreulich sind
die
Folgen der Mitgliedschaft im Verein "Gaudium Frisia".
Da das Projekt
"Schimmelreiter" auch finanziell ein Erfolg war - der
Verein
erwirtschaftete einen Überschuss von 92.000.- DM - bekommen
die
Mitgliedsgemeinden ihre Beiträge und Unkosten erstattet. "Wir
freuen uns
mit den Künstlern und allen Helfern und danken allen",
war die spontane
Reaktion von Herfel auf diese Nachricht.
von Walter Dressel