SPD zum Gewerbegebiet
Auf der Bürgerversammlung zum Thema "Gewerbegebiet auf
Wangerooge"
und der Berichterstattung darüber entstehe der Eindruck, der
Gemeinderat
der Insel strebe einhellig die Schaffung eines Gewerbegebietes bei
der
Müllpresstation an. Aber "dieser Eindruck ist völlig
falsch!", sagt Der
SPD-Fraktionsvorsitzende im Wangerooger Gemeinderat, Uwe Osterloh.
Wie
auch andere Mitglieder im Inselrat lehne die SPD-Fraktion die
Realisierung dieses Gewerbegebietes ab und habe dafür gute
Gründe. So
sei es unzureichend, ein Gewerbegebiet für lediglich drei Betriebe
zu
planen, nur weil ein einziger Interessent die Planung mit grosser
Dringlichkeit vorantreibe. Ausserdem könne man nicht für
eine Lösung
"auf mehrere Jahre" eine schützenswerte Heide- und
Freilandschaft am
Eingang zum Inseldorf endgültig vernichten.
Die SPD fordert deshalb vor der Verabschiedung des Bebauungsplanes
für
dieses Gebiet die ernsthafte Prüfung von Alternativen. Die
Schaffung
eines Gewerbegebietes dürfe kein Schnellschuss sein, sondern
müsse
eingebettet sein in die Planung für eine langfristige Entwicklung
der
Insel.
Die Fraktion findet für ihre Argumentation und ihr Abstimmungsverhalten
im Gemeinderat volle Unterstützung im Vorstand des SPD-Ortsvereins.
Ganz
nachdrücklich betont die Vorsitzende des Ortsvereins, Rosemarie
Gause,
dass es nicht angehe, dass vom Gemeinderat die Entwicklung der Insel
in
die falsche Richtung gelenkt werde, nur um die Interessen Einzelner
zu
bedienen. Deshalb begrüsse und unterstütze der Vorstand
die klare
Haltung der Ratsfraktion.
von Walter Dressel