Sitzung Bauausschuss
Vom Offshorewindpark vor der Insel über die Novellierung des
Nationalparkgesetzes bis hin zum Toilettenhäuschen am Rosengarten
spannte sich der Bogen der Themen, über die Bürgermeister
Holger Kohls
den Mitgliedern des Bauausschusses berichtete.
So konnte Kohls die Pläne vorstellen, die dem Landtag bei der
Beratung
zur Novellierung des Nationalparkgesetzes am 6. Und 7. September
als
Entscheidungsgrundlage vorliegen. Diese Pläne entsprechen den
in vielen
Gesprächen mit Vertretern der Landesregierung und der
Nationalparkverwaltung erzielten Kompromissen. Unter anderem sei
nun,
falls erforderlich, eine Verlängerung der Landebahn des Flughafens
möglich und eine Fläche am Flughafen, auf der ein Golfplatz
im Gespräch
sei, liege nun wieder in der Planungshoheit der Gemeinde. Auf Nachfrage
erklärte Kohls, dass noch keinesfalls beschlossen sei, auf
dieser Fläche
auch einen Golfplatz anzulegen. Ausgewiesen sei das Gebiet als Fläche
für touristische Nutzung. Da sei alles mögliche vom Golfplatz
bis zu
einem Parcours für Reiter denkbar. Darüber, was verwirklicht
werde,
befinde allein der Rat der Inselgemeinde. Die Umbenennung des
Wangerooger Tennisclubs in "Tennis- und Golfclub" bedeute
da ebensowenig
eine Vorentscheidung, wie die von der Gemeinde in Auftrag gegebene
und
bezahlte Machbarkeitsstudie für einen Golfplatz. Diese wurde
nach
Angaben von Dieter Pasch nur als Argumentationshilfe in den
Vorgesprächen benötigt.
Kohls sieht bei diesem Stand der Dinge "keinen weiteren
Erörterungsbedarf mit den Naturschutzverbänden, die doch
nur versuchen
wollen, die Entscheidung des Landtages zu beeinflussen." Deshalb
werde
er auch nicht an einem Diskussionsabend teilnehmen, zu dem der WWF
am
Donnerstag, dem 17. 8., ins Rosenhaus eingeladen hat. Grundlage
dieser
Diskussion sei eine Befragungsaktion, in der, nach Ansicht des
Ausschussvorsitzenden Diester Gebhards (CDU), bei den Gästen
mit
Suggestivfragen Stimmung für den Nationalpark gemacht worden
sei.
Zum Offshore-Windpark habe die Staatskanzlei der Gemeinde mitgeteilt,
dass sich die Landesregierung mit diesem Problem grundlegend befassen
wird. Zu diesen Beratungen würden auch die betroffenen Gemeinden
gehört.
Die Endabrechnung für das Toilettenhäuschen am Rosengarten
liege jetzt
vor. Danach bleiben die Baukosten mit 125.000.- DM deutlich unter
den
eingeplanten 150.000 DM
Beschlossen wurde im Ausschuss, die Veränderungssperre im
Geltungsbereich des Bebauungsplanes 18 "Rösingstrass/Siedlerstrasse
um 1
Jahr zu verlängern und zur Umgestaltung und Erneuerung der
Strassen im
Bereich des Flughafens einen Planungsauftrag zu vergeben.
von Walter Dressel