Gespräche SIW - Gemeinde
Geliebt, gebraucht, problembeladen, so ist das Verhältnis
der
Wangerooger zu ihrer Inselbahn. Alfred Onken, seit Mai dieses Jahres
Betriebsleiter des SIW (Schiffs- und Inseldienst Wangerooge) in
Harle,
war jetzt auf der Insel, um die Last der Probleme zu mindern. Das
Ergebnis einer Serie von Gesprächen mit dem Bürgermeister,
Vertretern
der Verbände und des Verkehrsvereins: Das dicke Problem ist
gelöst, bei
den Kleinen sucht man nach Verbesserungen.
Das grosse Problem ist die Umstellung der Hafenanlagen und des
Kassensystems in Harlesiel auf die Erfordernisse der WangeroogeCard.
So
musste die für Juni geplante Einführung dieser Service-Card
verschoben
werden, weil die Umstellung in Harle nicht fristgerecht erfolgte.
Doch
"jetzt steht der Kooperationsvertrag kurz vor dem Abschluss.
Bei der
Einführung der WangeroogeCard imOktober wird unser Kassensystem
kompatibel sein.", sagt Onken zum Ergebnis seiner Gespräche
mit
Inselbürgermeister Holger Kohls.
Zu den vielen kleinen Problemen, die in zwei weiteren Gesprächen
mit den
Verbänden und dem Verkehrsverein erörtert wurden, wurde
Onken ein Papier
mit fast 40 Beschwerdepunktenvorgelegt. Darin werden Kritikpunkte
von
der Gepäckaufgabe in Harle über lange Wartezeiten an Anlegern
und am
Bahnhof bis zu Schwierigkeiten beim Cargotransport von Versorgungsgütern
aufgeführt. Obwohl bei vielen Punkten keine Abhilfe zugesagt
werden
konnte, da die SIW unter dem Zwang stehe, wirtschaftlich zu arbeiten
und
viele Abläufe, die umständlich erscheinen, eine Folge
von
Sicherheitsvorschriften seien, die strikt eingehalten werden müssen,
bescheinigen sich die Gesprächsteilnehmer gegenseitig eine
angenehme und
verständnisvolle Gesprächsatmosphäre. "Das Gespräch
war informativ und
hinterliess das Gefühl, man ist nicht mit Vorwänden abgespeist
worden,
sondern es besteht die ernsthafte Absicht, Lösungen zu finden.",
sagte
die stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsvereins, Gudrun DeBuhr.
Und
Onken zeigt Verständnis für die vorgetragenen Wünsche
und sagt, er werde
sich, wo immer es möglich sei, um Abhilfe bemühen.
von Walter Dressel