Werksausschuss
"Das haut hinten und vorne nicht so hin, wie wir uns das gedacht
haben!". So fasste Ratsfrau Ulla Walbaum (WWG) ihren Eindruck
zum
Thema "Einführung der WangeroogeCard" zusammen, das
auf der letzten
Sitzung des Wangerooger Werksausschusses beraten wurde. Zwar klappt
auf der Insel alles bestens, wie Manfred Müller von der
Kurverwaltung berichten konnte. Die Arbeitsplätze sind eingerichtet,
Das System zur Ausstellung der WangeroogeCard ist fertig, und das
Kassensystem funktioniert. "Alle arbeiten mit Hochdruck daran,
das
System am 31. Mai zu übergeben.", sagt Müller. Allerdings
gibt es
"auf der anderen Seite", bei dem SIW (Schiffs-und Inseldienst
Wangerooge) im Hafen von Harlesiel Probleme, das Personenleitsystem,
die Überdachung und das Kassensystem rechtzeitig fertigzustellen.
Hier sei mit Verzögerungen von 5 bis 6 Wochen zu rechnen, meint
Bürgermeister Holger Kohls. Der geplante Einführungstermin
6. Juni
sei also nur zu halten, wenn mit Aushilfsmassnahmen gearbeitet
würde. Das jedoch führte nach Ansicht von Ratsfrau Bärbel
Herfel
(CDU) neben den Mehrkosten auch zu einem erheblichen Image-Schaden
für das Card-System.
Unter den verschiedenen Alternativen zur Lösung des Problems,
die
Sven Schumacher von der Beratungsfirma Krups Consultants vorschlug,
entschied sich der Ausschuss auf Vorschlag seines Vorsitzenden
Detlef Engelmeier (CDU) dafür, die WangeroogeCard erst Ende
September oder Anfang Oktober einzuführen. Obwohl der Kurverwaltung
bei dieser Lösung kalkulierte Kurtbeitrags-Mehreinnahmen von
rund
600.000.- DM verloren gehen und die bereits anfallenden Kosten für
die Card nicht durch Mehreinnahmen ausgeglichen werden, sei diese
Lösung günstiger, als mit irgendwelchen Provisorien in
die erste
Card-Saison zu starten.
Weiter beriet der Ausschuss über die Eintrittspreise im Freizeitbad
"Oase". Zu diesem Thema legte der stellvertretende Kurdirektor
Wilhelm Janssen Zahlen aus Wangerooge, von den Nachbarinseln und
aus
Bädern am Festland vor. Der Ausschuss beschloss, in dieser
Saison
die bestehenden Angebote und Preise beizubehalten und beauftragte
die Verwaltung bis zum Ende der Saison einen neuen Vorschlag für
die
Preisgestaltung vorzulegen.