DLRG-Versammlung
Die
DLRG-Ortsgruppe Wangerooge lebt noch. Zu verdanken ist das den intensiven
Wiederbelebungsversuchen von Rolf Mrosek, dem Vorsitzenden des DLRG-Bezirks
Oldenburg-Nord. Schon im vorigen Jahr stand die Wangerooger Ortsgruppe
vor dem Aus. Der alte Vorstand trat damals komplett zurück und niemand
war bereit, die Leitung zu übernehmen. Um eine Auflösung zu verhindern,
waren der alte Vorsitzende, Rüdiger-Eike Jakobs, und die Schatzmeisterin
Ute Tryba bereit, den Verein für ein Jahr kommissarisch zu leiten.
Ursache für die Misere war und ist die mangelnde Bereitschaft der
Mitglieder, sich für den Verein zu engagieren, bei Veranstaltungen
mitzuwirken und Aufgaben zu übernehmen. "Die Mitglieder warten auf
Angebote, sind aber nicht bereit, etwas anzubieten und mitzuarbeiten.",
sagt Jakobs. Der Vorstand könne Ideen einbringen, organisieren und
planen, sei aber bei der Durchführung auf die Mitarbeit und Teilnahme
der Mitglieder angewiesen. Wie gering die Bereitschaft ist, sich in
der Ortsgruppe zu engagieren, zeigte auch die Versammlung. Obwohl
frühzeitig schriftlich eingeladen war und der Bezirksvorsitzende in
einem zweiseitigen persönlichen Schreiben an alle Mitglieder auf die
Notlage der Ortsgruppe hingewiesen hatte, erschienen von den 328 Mitgliedern
nur 13 zu der Versammlung. Auch der Kassenbericht von Ute Tryba zeigte,
dass praktisch kein Vereinsleben stattfindet. Den Einnahmen von über
17.000.- DM stehen praktisch keine Ausgaben für Veranstaltungen der
Gruppe gegenüber. Nur die Pflichtausgaben wie Abführungen an den Bezirk
und Versicherungen wurden geleistet. Kein Wunder also, dass die Mitglieder
des Vorstandes frustriert das Handtuch warfen. Mrosek wollte sich
aber nicht mit dem Gedanken abfinden, die Ortsgruppe aufzulösen. Seit
"ich mich erinnere, gibt es eine DLRG auf Wangerooge", und so soll
es auch bleiben. So machte er sich daran, in zweistündiger Arbeit
Mitglieder zur Übernahme von Ämtern zu motivieren, und tatsächlich
konnte schliesslich ein neuer Vorstand gewählt werden. Erster Vorsitzender
wurde Heiko Siemens, sein Vertreter ist Heiner Hilbinger, Schatzmeisterin
Sophie Hilbinger und technischer Leiter Hermann Schröder. Die Ortsgruppe
ist also wiederbelebt, nun geht sie in die Reha. Erste Ideen zur Gestaltung
eines aktiveren Vereinslebens gibt es bereits und der Bezirk hat "jede
Unterstützung" zugesagt.
von Walter Dressel