Finanzausschuss
Von ihm stamme die Anordnung, am Weg zum Osten "einen etwa 1,50 m
breiten Streifen" von Strauchwerk zu befreien, teilte Bürgermeister
Holger Kohls auf der letzten Sitzung des Wangerooger Finanzausschusses
aus der Diskussion in nichtöffentlicher Sitzung mit. Das sei nötig,
um Platz für einen Reitweg zu schaffen, und diesen soweit vom gepflasterten
Weg wegzulegen, dass dieser nicht beschädigt werde. Dass dann tatsächlich
ein etwa 3,50 m breiter Streifen gerodet worden sei, gehe wahrscheinlich
auf die Einschätzung der Gärtner zurück, dass überhängende Äste der
noch stehenden Gehölze den Weg wieder einengen würden, meinte Kohls.
Die Ausschussvorsitzende Bärbel Herfel bestätigte diesen Verlauf.
Ratsmitglieder seien mit dieser Aktion nicht befasst gewesen und hätten
erst durch die Äusserungen "empörter Bürger" davon erfahren. Gleichwohl
halte auch sie diese Massnahme für erforderlich, bitte die Verwaltung
aber, in Zukunft "um mehr Sensibilität". Jetzt könne man das Geschehen
bedauern, es sei aber nicht rückgängig zu machen. Weiter stand die
dritte Änderungssatzung der Kurbeitragssatzung zur Diskussion. Die
neue Fassung wurde nötig, da sich mit Einführung der Inselcard das
Verfahren zur Erhebung des Kurbeitrags ändert. Ausserdem werden Vergünstigungen
für bestimmte Gästegruppen ausgeweitet. So wird künftig jedes dritte
und weitere Kind einer Familie nicht nur dann von der Kurtaxe befreit,
wenn es mit einem Elternteil, sondern auch, wenn es mit einem seiner
Grosseltern zur Insel kommt. Zivildienstleistende, die auf der Insel
arbeiten, werden nun ebenso vom Kurbeitrag befreit wie Wehrdienstleistende,
und auch durchreisende Wassersportler, die nur eine Nacht im Hafen
liegen, brauchen die Abgabe nicht zu zahlen. Der Ausschuss empfahl
dem Rat einstimmig, der Änderungssatzung zuzustimmen. Zur Fortschreibung
der Fremdenverkehrsbeitragssatzung lagen neue Zahlen vor, die von
den Ausschussmitgliedern noch nicht berücksichtigt werden konnten.
Der Ausschuss leitete den Entwurf deshalb ohne Beschlussempfehlung
an VA und Rat weiter.nzahn
von Walter Dressel