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Sitzung Verkehrsverein zweiter Teil


Nach den letzten Stürmen ist der Zustand des Wangerooger Strandes das Thema auf der Insel. So wollten sich auch die Mitglieder des Wangerooger Verkehrsvereins auf dessen letzter Sitzung über die Folgen der letzten Stürme informieren lassen. Deshalb berichtete Bürgermeister Holger Kohls auf die Bitte von Peter Hauck über den Sachstand. Am Hauptstrand seien 170.000 Kubikmeter Sand weggespült worden. Zur Behebung der Schäden würden mehr Fahrzeuge angemietet werden müssen, als geplant war. Kohls hofft, über die bereits angemieteten 4 Dumper und zwei Radlader hinaus 2 weitere Dumper einsetzen zu können. Mit diesen Geräten und im Einsatz rund um die Uhr sollen die Arbeiten bis zum 25. Mai abgeschlossen werden. Die Kosten übersteigen die eingeplante Summe erheblich, es seien etwa 600.000 DM zu veranschlagen. Ausser am Strand habe das WSA (Wasser- und Schiffahrtsamt) erhebliche Schäden an den Dünen im Osten der Insel festgestellt. Hier seien etwa 120.000 Kubikmeter Sand abgetragen worden. Bedenklich seien aber vor allem die Schäden am Harle Hörn im Westen der Insel. Hier drohen die Dünen durchzubrechen, die die Salzwiesen und Weiden im Westen der Insel schützen und als Wellenbrecher die Deiche der Insel sichern. Das WSA plane deshalb, die für das Jahr 2004 vorgesehene Aufspülung am Harle Hörn auf dieses Jahr Vorzuziehen.
Gerd Gerdes sieht in all den Massnahmen nur teure Reparaturen, die den Grund für die alljährlich erneut auftretenden Schäden nicht beseitigen. Er teilt die Ansicht vieler Wangerooger, dass die Ursache für die immer wiederkehrenden Sandverluste in der Vertiefung des Jadefahrwasser vor der Insel liegt. Jedem sei klar, dass Material von den Seiten nachfliesse, wenn man eine Rinne in den nassen Sand ziehe. Man solle deshalb darauf hinwirken, dass das Jadefahrwasser verlegt werde. Das sei, so Jan Gerdes, ohne weiteres möglich, wenn die Einfahrt in die Jade vom Weserfahrwasser aus über die Mittelrinne erfolge. Diese grössere Entfernung des Schiffahrtsweges von der Insel werde noch wichtiger, da durch den Bau des Jadeportes mit noch mehr Schiffsverkehr und weiterer Vertiefung des Fahrwassers zu rechnen sei.
lefantenzahn

von Walter Dressel

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