Finanzausschuss 2
Änderungen durch Wind und Wetter vorbehalten. Dieser Satz, der auf
allen Fahrplänen zur Insel Wangerooge steht, könnte auch den Haushaltsplan
der Inselgemeinde für das Jahr 2000 einleiten. Denn kein Mensch kann
heute schon sagen, ob die im Haushalt eingestellten 100.000.- DM für
die Sanierung des Strandes im kommenden Jahr ausreichen werden. Schon
die erste Sturmflut dieses Herbstes stellt diese Planung in Frage.
Mit diesem Vorbehalt sieht der Inselhaushalt für das kommende Jahr
im Verwaltungshaushalt Einnahmen von 9,76 Millionen DM und Ausgaben
von 11,61 Millionen DM vor. In dem Fehlbetrag von fast 2 Millionen
ist ein strukturelles Defizit von 201.000 DM enthalten. Das ist der
Betrag, um den die Ausgaben der Gemeinde deren Einnahmen im laufenden
Jahr übersteigen. Bürgermeister Holger Kohls bedauert, dass dadurch
der Gemeinde die Möglichkeit genommen wird, durch freiwillige Leistungen
das Leben auf der Insel zu gestalten. Erfreulich sei jedoch, dass
der Gesamtschuldenstand der Gemeinde von 2,35 Millionen DM im Jahre
1998 voraussichtlich auf 1,76 Millionen DM im Jahr 2000 sinken werde.
Damit, so Kohls, sinke die Prokopfverschuldung von 1953.- DM auf 1458.-
DM und liege damit nur noch um 224.- DM über dem Landesdurchschnitt
für gleichgrosse Gemeinden. Nach der Erörterung einzelner Haushaltsposten
schlug der Vorsitzende des Finanzausschusses, Jürgen Wiebach (CDU),
vor, den Entwurf des Haushaltsplanes ohne Beschlussempfehlung an den
Rat weiterzuleiten. Ein Beschluss konnte im Finanzausschuss noch nicht
gefasst werden, da zunächst noch der Personalplan in nichtöffentlicher
Sitzung beraten werden muss.
von Walter Dressel