Werksausschuss
Zwei Ereignisse belebten die letzte Sitzung des Wangerooger Werksausschusses.
Zum einen wurden die Informationen des "Arbeitskreises Jahreswechsel
2000" mit Informationen zur Gestaltung und dem Programm der Silvesterwoche
druckfrisch im Sitzungsraum verteilt. Die Feiern zum Jahreswechsel
sollen unter dem Motto "Insel der verborgenen Schätze" stehen. Es
soll sich herausgestellt haben, dass auf der Insel noch Truhen mit
Piratenschätzen aus Störtebeckers Zeiten vergraben sind. Im Inselmuseum
im Alten Leuchtturm finden sich Aufzeichnungen, die zu den Schatztruhen
führen könnten. Die Gäste der Insel sind aufgerufen, sich auf die
Suche zu machen - es soll sich lohnen. Eine der Kisten wurde bereits
gefunden und wird bei einem "Piratenquiz" als Preis ausgesetzt.
Sowohl der Ausschussvorsitzende Detlef Engelmeier als auch Bürgermeister
Holger Kohls begrüssten das Konzept. Zugleich bedauerten beide, dass
Wangerooger Anbieter nicht mitgeteilt hätten, welche Veranstaltungen
und Angebote sie für die Woche zwischen den Jahren planen. Das führe
möglicherweise zu Schwierigkeiten bei der Koordination, vor allem
beim Aufstellen von Ständen mit Speisen und Getränken.
Wenig erfreulich fanden die Ausschussmitglieder das zweite ausserplanmässige
Ereignis. Frau Dr. Rose-Renate Nowotzin, die Ärztin im Mutter-Kind-Kurheim
der Kurverwaltung, nutzte die Bürgerfragestunde, um darauf hinzuweisen,
dass die Kurverwaltung ihr bei ihrer Einstellung die Wohnung Schulstrasse
2 zugesagt, dieses Versprechen aber bis jetzt nicht gehalten habe.
Sie trage das jetzt öffentlich vor, da private Gespräche mit Mitgliedern
des Rates und der Verwaltung nur zu immer neuen Verzögerungen geführt
hätten. Ihr Mann Klaus überreichte dann einen offenen Brief, in dem
er darauf hinweist, dass er, werde jetzt nicht ein Mietvertrag abgeschlossen,
Erfüllungsklage erheben werde, denn er und seine Frau fänden es geradezu
"verwerflich, wie hier mit einer Familie mit zwei Kindern umgegangen
wird."
Sowohl der Ausschussvorsitzende Engelmeier als der Bürgermeister lehnten
es ab, das Problem in öffentlicher Sitzung zu erörtern.
von Walter Dressel