Nationalparkhaus Wangerooge, Winterprogramm
"Wir bieten durch den ganzen Winter ein regelmässiges Programm.",
sagt Regine Leicht, die Leiterin des "Rosenhauses", dem Nationalparkhaus
auf Wangerooge. Damit verweist sie die Ansicht ins Reich der Fabel,
Wangerooge fiele am Ende der Herbstferien in einen Winterschlaf, aus
dem es erst im März wieder erwache. Das Winterprogramm betreibt dass
fünfköpfige Rosenhaus-Team. Dazu gehören neben der Leiterin der feste
Mitarbeiter im Nationalparkhaus, André Thorenmeier, die beiden Praktikanten
des Naturschutzbundes (Nabu), Andrea Wellmeyer und Dietmar Backes,
sowie Christel Förster, die bei der Niedersächsischen Wattenmeer-Stiftung
ein freiwilliges ökologisches Jahr leistet. Die Mitarbeiter werden
das Haus durchgehend an sieben Tagen in der Woche für Besucher geöffnet
halten und wöchentlich zwei Führungen anbieten: Montags eine unter
dem Motto "Erlebniswelt Wattenmeer" durch das Rosenhaus und freitags
eine Wanderung über die Insel unter sachkundiger Führung. Ausserdem
stehen viele Einzelveranstaltungen auf dem Programm. Zu all dem kommt
die Arbeit hinter den Kulissen, deren Ergebnisse sich den Gästen erst
im nächsten Jahr offenbaren werden. So soll der Erlebnisbereich in
den Ausstellungsräumen weiter ausgebaut werden. Denn "Erleben kommt
vor Erlesen" ist das Motto der Leiterin des Hauses. Deswegen will
sie den Bereich, in dem Objekte zum Ertasten, Erriechen und Erhören
der Inselnatur angeboten werden, weiter verstärken. Ein besonderes
Anliegen ist ihr dabei das Projekt "Küste für alle". Unter diesem
Slogan sucht sie nach Wegen, die Schönheiten der Insel auch für Behinderte
zu erschliessen. Hierfür "haben wir eine Menge Ideen, an deren Verwirklichung
wir im Laufe des Winters arbeiten wollen. Neben dieser ernsthaften
Bildungsarbeit will sich das Rosenhaus-Team auch noch an dem Spektakel
zur Jahrtausendwende beteiligen und seinen Beitrag dazu leisten, Wangerooge
in eine überzeugende Pirateninsel zu verwandeln.
von Walter Dressel