Sitzung
Werksausschuss
Der Werksauschuss des Wangerooger Gemeinderates begann seine letzte
Sitzung mit einer Begehung des Freizeitbades Oase. Was die Ausschussmitglieder
sahen, führte zu besorgten Gesichtern. Geringe Sorgen bereiteten die
Mängel, die durch eine besssere laufende Wartung der Anlage zu beheben
sind. So müssen fehlende Lampenschirme und Türknäufe ersetzt und nicht
mehr genutzte Sprühdüsen zur Fussdesinfektion entfernt werden. Der
stellvertretende Kurdirektor Wilhelm Janssen wird die erforderlichen
Arbeiten veranlassen.
Mehr Sorgen, vor allem auch finanzielle Probleme, werden die Verbesserungen
bereiten, die nur durch Umbauarbeiten behoben werden können. So muss
nach Ansicht des Ausschusses das Eingangsfoyer so gestaltet werden,
dass es hell und angenehm wirkt. Bislang sei es zu dunkel und durch
die feuchtwarme Luft werde der Aufenthalt hier als unangenehm empfunden.
Der Saunabereich solle um eine Dampfsauna erweitert werden und es
müsse ein besseres Angebot im Wellness-Bereich geschaffen werden.
Das sei es, was der Gast heute verlange, meint Bärbel Herfel (CDU).
Deshalb müsse auch ein modernes Fitness-Center geschaffen werden.
Nach der Diskussion der erforderlichen Massnahmen waren sich Ursula
Walbaum (WWG) und Bärbel Herfel einig: "Darüber reden wir nun seit
Jahren, jetzt muss es endlich angepackt werden." Endlich "Nägel mit
Köpfen" zu machen forderte auch der Ausschussvorsitzende Detlef Engelmeier.
Einstimmig beschloss das Gremium, die Verwaltung möge ein Architekturbüro
beauftragen, Vorschläge zur Umgestaltung und Modernisierung des Kurmittel-
und Freizeitbereichs zu entwerfen.
Auf Vorschlag von Bürgermeister Holger Kohls wurde beschlossen, das
Ausschwimmbecken des Freizeitbades ab 3. Oktober zu schliessen und
wegen der erheblichen Heizungskosten auch während des Jahreswechsels
nicht zu öffnen. Man sei sicher, den Gästen auch im überdachten Teil
des Bades ein attraktives Angebot machen zu können.
Ausserdem teilte Kohls dem Ausschuss mit, - dass der Jahresabschluss
1998 im Bereich der Kurverwaltung einen Fehlbetrag von knapp 600.000
DM ausweise. Dieser Fehlbetrag liege erheblich unter dem von 1997;
- dass er der Kommunalaufsicht die Detailstudie zur Einführung der
Insel-Card vorgelegt habe und damit rechne, dass die erforderliche
Kreditaufnahme für das Projekt genehmigt werde; - dass die Kosten
für die Wiederherstellung des Burgenstrandes mit 478.000 DM um 140.000
DM unter dem veranschlagten Betrag liegen; und - dass er dem Ausschuss
auf seiner nächsten Sitzung eine Vorlage zur Beratung der Frage vorlegen
werde, ob ein Call-Zentrum mit dem Prospektversand beauftragt werden
soll.
von Walter Dressel