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50 Jahre OJE "OJE",
das ist für Wangerooger ein Komplex flacher Bauten, die sich im Grün und zwischen Dünen verstecken. Schülergruppen aus dem ganzen Oldenburger Land verbringen dort ihre Schullandheimaufenthalte. Eigentlich steht das Kürzel aber für den Trägerverein dieser Einrichtung, das Oldenburgische Jugenderholungswerk, das in diesem Jahr das Jubiläum seines 50-jährigen Bestehens feiert. 1949 schlossen sich die Städte Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Landkreise Cloppenburg und Friesland und das Land Niedersachsen zur Gründung dieses Schullandheimes zusammen. Jetzt trafen sich Vertreter aller Träger auf Wangerooge, um das Jubiläum gemeinsam mit den Verwaltern des Hauses, der Familie Schomaker, und vielen ehemaligen Gästen des Hauses zu feiern. Der Regierungsvizepräsident und Vorsitzende des Vereins, Dieter Boll, ordnete in seiner Festansprache die Geschichte der Einrichtung in den Rahmen der Deutschen Nachkriegsgeschichte ein. So sei es für den ersten Vorsitzenden des Vereins, Schulabteilungsleiter Fritz Kästner, eine wesentliche Aufgabe gewesen, die Ernährung der Schüler zu sichern. Es gelang ihm über die Schulspeisung und eine heimeigene Kuh- und Schweinehaltung auf angepachtetem Domänenland. Diese ursprüngliche Zielsetzung, so Boll, habe sich wohl überlebt, aber zwei Zielsetzungen bestünden fort: Auch Kindern, deren Familien sich nicht ohne weiteres einen Inselurlaub leisten können, das Erlebnis eines Urlaubs an der See zu vermitteln, und zugleich bei gemeinsamen Unternehmungen wie Wattwanderungen, Kutterfahrten und Inselmärschen einen sozialen Lernprozess einzuleiten.

Der Erfolg und die Notwendigkeit des OJE zeige sich, so die friesländische Landrätin Karin Evers-Meyer, auch in den hohen und von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen. Seit seinem Bestehen hatte das Haus auf der Insel über 200.000 Besucher und 1998 mit über 5000 Gästen einen neuen Besucherrekord.

Alle Redner wiesen darauf hin, dass die Familie Schomaker durch ihre Führung einen grossen Anteil am Erfolg des Hauses habe. Einer der langjährigen Gäste, der Vorsitzende des Kreissportbundes Cloppenburg, Benno Bögershausen, brachte den Dank an das Leitungsteam mit einem Geschenk zum Ausdruck: er überreichte allen Mitarbeitern Keramiken aus dem Museumsdorf Cloppenburg. Auch die Auftritte des Bläserorchesters aus Essen in Oldenburg und des Cloppenburger Kinderchores, deren Mitglieder das Haus regelmässig nutzen, waren ein Dank an die Träger und an die Betreuer des Hauses.

Schliesslich, so betonte Bürgermeister Holger Kohls, ist die Einrichtung auch wichtig für die Inselgemeinde. 200.000 Menschen aus der Region, die die Insel als Kinder lieben lernten, seien ein nicht zu überschätzender Gewinn für einen Kurort.

von Walter Dressel

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