10 Jahre Rosenhaus
Das gibt es selten: Vier Redner aus Politik und von
Naturschutzverbänden, und alle sind sich einig: Das Nationalparkhaus
"Rosenhaus" auf Wangerooge ist ein Erfolgskonzept. So würdigten die
Gratulanten zum 10. Geburtstag des Hauses, Irmgard Remmers von der
Nationalparkverwaltung, Inselbürgermeister Holger Kohls, Olaf Tschimpke
vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Dr. Thomas Clemens vom
Mellumrat einhellig die Bedeutung des Hauses und die Leistung derer,
die es zu dem gemacht haben, was es heute ist: Eine touristische Attraktion,
die den Gästen der Insel eine Bereicherung ihres Urlaubes bietet und
"die Umweltbildungskonzeption für den Nationalpark" (Tschimpke) mitgestaltet
und verbreitet. Den Erfolg des Hauses zeige sich in den 40.000 Besuchern,
die alljährlich an den über 800 Veranstaltungen teilnehmen, die von
den Mitarbeitern angeboten werden. Diese hohe Akzeptanz sei auch dem
Konzept zu verdanken, dass die bisherige Leiterin des Hauses, Dr.
Isolde Wrazidlo, entwickelt habe und das die neue Leiterin, Regine
Leicht, fortführen wird. Sie wollen weg von der Schautafelausstellung
und Belehrung und hin zum Naturerlebnis und der, auch emotional besetzten,
eigenen Erfahrung für die Gäste.
Im Anschluss an die Gratulationen leitete Regine Leicht mit einer
gereimten Geschichte des Hauses zum Erlebnisteil der Geburtstagsfeier
über. Neben einem Spontantheater mit und für erwachsene Gäste zeigten
die Mitarbeiter mit Spielen für die Kinder einen Ausschnitt aus ihrem
"Erlebnisangebot".
Die Sorgen, die es natürlich auch gibt um ein Haus, in das die Bezirksregierung
nach Angaben von Irmgard Remmers seit seinem Bestehen 1,35 Millionen
Mark investiert hat und um ein Nationalparkgesetz, "das" so Holger
Kohls, "den Bewohnern nicht übergestülpt" werden soll, wurden an diesem
Tag nur am Rande erwähnt.
Einig waren sich wieder alle darin, trotz und bei allen Problemen
das Haus weiter fördern und die neue Leiterin bei ihrer Arbeit unterstützen
zu wollen.
von Walter Dressel