Gemeinderat dikutiert
Dorferneuerung
Auf seiner letzten Sitzung bereitete der Wangerooger Gemeinderat
die nächsten Schritte im Programm zur Dorferneuerung vor. Insgesamt
49 öffentliche Massnahmen, die etwa 22 Millionen DM kosten sollen,
sind in diesem Projekt vorgesehen. Das ist insgesamt eine Planung
für die nächsten Jahrzehnte. Aus diesem Mammutkonzept nahm der Inselrat
14 Einzelmassnahmen - darunter die Sanierung des alten Leuchtturms,
ein Jugend- und Freizeitzentrum in den Dünen hinter dem Freizeitbad
"Oase" und die Gestaltung des Zugangsbereichs zum Flughafen - in eine
Prioritätenliste auf, die in den nächsten Jahren verwirklicht werden
soll. Der Rat stimmte dieser Liste zu, ohne für die einzelnen Arbeiten
eine Reihenfolge festzulegen.
Mit diesem
Ergebnis wird Bürgermeister Holger Kohls jetzt mit dem Amt für Agrarstruktur
und der Bezirksregierung Verhandlungen um die finanzielle Förderung
der Pläne führen. Während Ratsherr Jürgen Wiebach (CDU) meinte, dass
eventuell auch nach diesem Beschluss noch geringfügige Änderungen
an den vorliegenden Detailplänen möglich seien, wiesen die Dieter
Gebhards (BfW) und Uwe Osterloh (SPD) ausdrücklich darauf hin, dass
sie und ihre Fraktionen nur der Rahmenenplanung, nicht aber der Ausführung
im Detail zustimmen. Hier seien noch erhebliche Änderungen an den
Plänen erforderlich, die das Architekturbüro Bohner bereits vorgelegt
habe.
Ausserdem betonte Osterloh, dass der Rat bei diesen Ausführungsbeschlüssen
nicht wieder, wie bei der Gestaltung von Dorf- und Appellplatz, unter
Zeitdruck gesetzt werden dürfe. Trotzdem stimmte der Rat schon jetzt
dem Prioritätenplan zu, da mit der Genehmigung dieses Planes die Förderung
privater Massnahmen im Rahmen der Dorferneuerung möglich wird.
Von Walter Dressel