Mitgliederversammlung Verkehrsverein
`Das haben wir immer so
gemacht´, ist kein Argument mehr, jedenfalls nicht im Tourismusgeschäft.
Das wurde in allen Berichten und Diskussionsbeiträgen auf der letzten
Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins Nordseeheilbad Wangerooge
(VKV) deutlich. Unstreitig sind nach Ansicht der ersten Vorsitzenden
Rosemarie Gause die Mängel in der Werbung, der Zimmervermittlung und
der Gästebetreuung. Die Strukturen des VKV seien in all diesen Bereichen
zu aufwendig und uneffizient.
Mit zwei Massnahmen möchte der Vorstand versuchen, diesem Übel abzuhelfen.
Zum einen schlägt er vor, nach dem Um- und Ausbau des Inselbahnhofes
das geplante Service-Center im Bahnhof zu übernehmen und damit dem
Verkehrsverein "einen Platz in der ersten Reihe zu sichern". Zweitens
möchte er das Service-Center Tourismus in Norden beauftragen, einen
Teil des Prospektversandes und der telefonischen Gästebetreuung und
-beratung zu übernehmen. Dadurch soll eine durchgehende und schnelle
Beantwortung von Anrufen gewährleistet werden. Da zu beiden Vorschlägen
noch keine Details und Preise bekannt waren, beauftragte die Versammlung
den Vorstand, die nötigen Verhandlungen zu führen und den Mitgliedern
das Ergebnis zur Entscheidung vorzulegen. Denn alles müsse auch finanziert
werden und, wie der Kassenbericht von Magnus Gembler ausweist, waren
1998 die Ausgaben 30.000.- DM höher als die Einnahmen, so dass sich
künftige Ausgaben im Rahmen des Haushaltsvolumens von etwa 460.000
DM bewegen oder zu Mehreinnahmen führen müssen. Denn eine Erhöhung
der Beiträge für die Mitglieder wurde von der Versammlung eindeutig
abgelehnt.
Die Zusammensetzung des Vorstandes änderte sich. Für die zurückgetretene
Beisitzerin Brigitte von Ahn wurde Dr. Wilko deBuhr neu in den Vorstand
gewählt.
Von Walter Dressel