KÜSTENSERVER   -   Der Online-Anzeiger   -   Postfach 324   -  26477 WANGEROOGE
zurück
Leitseite
Wangerooge News
Prospektorder
vor
 

Bürgerversammlung

Auf Wangerooge ist alles anders. Das dieser Snack auch für die Dorferneuerung auf der Insel gilt, machte Andreas Presser auf einer Bürgerversammlung am letzten Dienstag deutlich. In einem fast zweistündigen Referat erklärte der Mitarbeiter des Architekturbüros Boner, dass die Planung für eine Insel, die ausschliesslich vom Fremdenverkehr lebe, andere Schwerpunkte setzen müsse, als die für ein Dorf, das durch landwirtschaftliche Strukturen geprägt sei. Deshalb solle man, so seine Meinung, auch besser von einer Entwicklungsplanung für die Zukunft der Insel als von einer Dorferneuerung reden. Um hierfür ein Konzept zu entwickeln, habe man zunächst eine Bestandsaufnahmen gemacht, die verschiedenen Zonen der Insel nach ihren Nutzungen eingeteilt und sie dann kritisch bewertet. Für diese Beurteilung seien Funktionalität und Attraktivität ebenso Kriterien gewesen, wie die Frage, ob die Gestaltung "inseltypisch" sei.

Aus all diesen Überlegungen sei ein Konzept entwickelt worden, das in den nächsten Jahren ein Leitfaden für die Gestaltung im öffentlichen ebenso wie im privaten Bereich sein könne. Dann stellte Presser einen Katalog von etwa 50 Massnahmen vor, die im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt werden sollten. In der anschliessenden Diskussion brachten Zuhörer zunächst ihre Unzufriedenheit mit dem Verfahren und dem Ergebnis bei den ersten beiden Massnahmen zur Dorferneuerung, dem Ausbau von Dorfplatz und Appellplatz, zum Ausdruck.
Dann gaben die Fragen dem Inselbürgermeister Holger Kohls die Gelegenheit zu erklären, "wie es nun weitergeht.". Er teilte mit, es lägen drei weitgehend übereinstimmende Prioritätenlisten vom Arbeitskreis Dorferneuerung, der CDU-Fraktion und der SPD-Fraktion vor. Für die dort vorgeschlagenen Massnahmen würden nun die Kosten ermittelt. Danach werde dann in den zuständigen Gremien - Fachausschuss, Verwaltungsausschuss, Rat - öffentlich beraten, wofür Fördermittel beantragt werden sollten. Die ausführliche Diskussion darüber, was denn nun "inseltypisch" sei, führte hingegen zu keinem greifbaren Ergebnis. Es sei denn, man sagt, was da ist, ist typisch, insbesondere dann, wenn es das so auf anderen Inseln nicht gibt.
Von Walter Dressel


zurück
Leitseite
Wangerooge News vom 24.05.99
Prospektorder
vor



















Verantwortlich für den Inhalt: Heino Plagenz
Page maintained by Heino Plagenz, Gasthaus-Seedorf@t-online.de Copyright(c) Heino Plagenz.
All rights reserved. Alle Rechte vorbehalten. Created: 05.08.96 Updated: 05.02.99